DLRG warnt vor Gefahren an Brandenburger Seen und Flüssen
DLRG warnt vor Gefahren an Seen und Flüssen

Angesichts der bevorstehenden Sommerferien hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindringlich vor den Gefahren an Brandenburger Seen und Flüssen gewarnt. Allein im Juni kamen in Brandenburg drei Menschen durch Ertrinken ums Leben – alle waren männlich. Einer der Verunglückten verlor beim Angeln sein Leben, wie Daniel Keip, Leiter der Verbandskommunikation der DLRG Brandenburg, mitteilte.

Bundesweit hohe Opferzahlen – vor allem junge Männer betroffen

Bundesweit registrierte die DLRG im Juni 99 Ertrunkene – ein trauriger Rekord, der zuletzt 2003 mit 107 Todesfällen übertroffen wurde. Rund 90 Prozent der Opfer waren männlich. 40 der Ertrunkenen waren jünger als 30 Jahre, 35 älter als 50 Jahre, bei einigen Fällen blieb das Alter unklar. Die DLRG-Präsidentin Ute Vogt rief zu erhöhter Vorsicht auf: „Wir appellieren besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen – aber das Leben zu verlieren.“

Häufige Fehler: Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Alkohol

Nach Angaben der DLRG unterschätzen viele Menschen die Gefahren, insbesondere durch Strömungen und Temperaturunterschiede. Viele könnten nicht ausreichend schwimmen oder überschätzten ihre Fähigkeiten. Auch Sprünge in flaches und trübes Wasser sowie medizinische Notfälle spielten eine Rolle. Die DLRG empfiehlt daher, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen, nicht überhitzt hineinzuspringen und auf Alkohol und Drogen vor dem Schwimmen zu verzichten. Kinder müssten stets beaufsichtigt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Brandenburgs Gewässer und die Rolle der Ehrenamtlichen

Brandenburg verfügt über rund 3.000 Seen und 33.000 Kilometer Fließgewässer. In diesem Jahr sind 253 offizielle Badegewässer ausgewiesen. Die Besetzung der Badestellen erfolgt in Absprache mit den Kommunen. Nach dem Hitzewochenende Ende Juni meldete die DLRG Brandenburg zwar keine Badetoten, aber es gab viele Menschen mit Kreislaufproblemen. Die Rettungsschwimmer der DLRG sind alle ehrenamtlich tätig.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration