Elch an Autobahn südöstlich von Berlin gesichtet – Glücksmoment für Pendler
Elch an Autobahn bei Berlin gesichtet

Elch sorgt für Aufregung an der Autobahn

Ein Elch hat südöstlich von Berlin für Aufsehen gesorgt. Am frühen Morgen stand plötzlich ein Exemplar der weltweit größten Hirschart an der Autobahn. Ein Pendler berichtet von einem Glücksmoment.

Was ein Pendler morgens auf dem Weg zur Arbeit filmte, hielten einige Bekannte zunächst für eine KI-Erzeugung. Denn plötzlich stand ein Elch an der Autobahn. „Ich dachte, ich gucke nicht richtig“, erinnert sich Augenzeuge Jens Jäger. Er hatte vor Tagen die seltene Beobachtung am Autobahndreieck Spreeau in der Nähe von Grünheide, südöstlich von Berlin, gemacht.

Da kaum Verkehr herrschte, hielt Jäger mit dem Auto kurz auf dem Seitenstreifen an, zückte sein Handy und filmte. „Sonst glaubt mir das doch kein Mensch“, erzählt er. Er alarmierte die Polizei – schließlich kann ein Elch als größte Hirschart weltweit schnell zur Gefahr im Straßenverkehr werden. Die Tiere haben die Eigenart, bei Gefahr nicht sofort zu flüchten, sondern auf der Stelle zu verharren. Zudem waren bereits kurz zuvor zwei Elche in der Nähe bei Grünheide im Landkreis Oder-Spree gesehen worden.

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Jäger berichtet von Elch-Erlebnissen

Ganz ungewöhnlich sind Elch-Sichtungen in freier Wildbahn in Ostdeutschland nicht. Der brandenburgische Jäger Marco Grundmann berichtet, dass er selbst vor einigen Jahren zwei Elche gesehen und gehört habe. Denn die Kolosse machten laute Geräusche, als ob ein Pferd oder eine Kuh durch den Wald stapfe, meint Grundmann. Laut Experten dürften in Brandenburg gesichtete Elche aus Polen kommen, wo sich der Bestand erholt hat. Jedes Jahr gehen etliche Elch-Meldungen bei einer Monitoring-Stelle ein. Sonst sind die Kolosse, die als Einzelgänger gelten, aus Skandinavien bekannt.

Immer wieder Aufregung um Elche

Vergangenen Herbst sorgte in Österreich ein Elch für Aufregung, unter anderem, weil er beinahe eine Autobahn überquerte. Der Jungbulle wurde eingefangen und in das bayerisch-tschechische Grenzgebiet umgesiedelt. Er bekam den Namen Emil. Sogar am Strand von Usedom wurde 2024 ein Elch schwimmend und dann auf einer Sandbank gesehen. Für Jens Jäger bleibt die Elch-Begegnung jedenfalls ein unvergesslicher Moment. „So etwas erlebt man nicht alle Tage. Das war wirklich ein kleines Stück Glück.“

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