Nach sechs Jahren ohne Elefanten kehrt die Elefantenfamilie in den Berliner Tierpark zurück. Ab dem 27. Juni können Besucher die fünfköpfige Familie in der neu gebauten Anlage sehen. Der Tierpark bezeichnete dies als eine „wunderbare Neuigkeit“. Leitkuh Pori, ihre Tochter Tana und die drei Enkelkinder Tamika, Elami und Simon sind wieder in Berlin. Die Afrikanischen Elefanten wurden von den Mitarbeitern euphorisch begrüßt.
Ein neues Kapitel für den Tierpark
Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem erklärte: „Wir blicken gespannt auf die kommenden Wochen, in denen sich die Familie Schritt für Schritt in ihrem neuen Zuhause einleben wird. Nach sechs Jahren ohne Elefanten beginnt damit ein neues Kapitel für eine Tierart, die seit der Eröffnung des Tierparks untrennbar zu seiner Geschichte gehört.“ Pori wird mit ihrer Familie ab dem 27. Juni den Besuchern präsentiert.
Hintergrund der Elefantenfamilie
Leitkuh Pori wurde 1981 in Simbabwe geboren und 1983 in die DDR gebracht. 2001 kam in Berlin ihr erstes Kalb zur Welt, das später als Elefantenkuh in Halle lebte und dort drei Kälber zur Welt brachte. Seit 2020 lebten die drei Elefanten-Generationen zusammen in Halle und nun wieder in Berlin.
Moderne Anlage für die Elefanten
Das neue Elefantenhaus ist nach Angaben des Tierparks eine der modernsten Anlagen Europas. Es bietet eine naturnah gestaltete Fläche von 20.000 Quadratmetern als weitläufige Savannenlandschaft, in der Besucher auch Zebras, Giraffen und Antilopen beobachten können. Bis zu 15 Elefanten sollen dort in natürlichen Familienverbänden leben.
Bau und Kosten
2020 waren alle Elefanten – damals noch Asiatische und Afrikanische – für den Neubau der Anlage aus dem Tierpark ausgezogen. 2021 begann der Abriss der alten Anlage, 2022 der Bau des neuen Elefantenhauses. Das gesamte Bauvorhaben, das zu den wichtigsten Investitionen im Tierpark gehört, kostete etwa 52 Millionen Euro. Lieferschwierigkeiten, Materialengpässe und gestiegene Preise verzögerten den Zeitplan deutlich.



