Mysteriöse Bohrgeräusche an Sparkasse in Dortmund: Großeinsatz der Polizei
Dortmund (Nordrhein-Westfalen) – Am Donnerstagabend sorgten rätselhafte Bohrgeräusche an einer Sparkassen-Filiale in der Dortmunder Innenstadt für einen Großeinsatz der Polizei. Sofort wurden Erinnerungen an den spektakulären Millionen-Coup von Gelsenkirchen wach. Gegen 17:20 Uhr rückten die Beamten mit einem Großaufgebot aus. Der Verdacht lag nahe: Versuchten hier Unbekannte, in den Tresorraum der Bank einzubrechen?
Ein aufmerksamer Zeuge hatte die verdächtigen Geräusche gehört und den Notruf gewählt. Nach Informationen des „WDR“ handelte es sich dabei um den Pförtner der Sparkasse. Seine Vorsicht ist angesichts des ungeklärten Einbruchs in Gelsenkirchen-Buer verständlich. Dort waren zum Jahreswechsel unbekannte Täter mit einem Kernbohrer in den Tresorraum einer Sparkasse eingedrungen. Von der Millionenbeute und den Tätern fehlt bis heute jede Spur.
Diensthunde und umfangreiche Durchsuchungen
Im aktuellen Fall war die Hauptstelle der Sparkasse Dortmund in der Straße Freistuhl betroffen. Ein Großaufgebot der Polizei suchte nach der Ursache für den Bohrlärm. Die Beamten durchkämmten angrenzende Keller, Tiefgaragen und Baustellen. Auch Diensthunde kamen zum Einsatz, um die Räume zu durchschnüffeln. Neben der Polizei waren das Tiefbauamt und die Stadtwerke DSW21 beteiligt. Gemeinsam überprüften sie die Überwachungsaufnahmen der U-Bahn-Tunnel.
Nach rund vier Stunden wurde der Einsatz jedoch abgebrochen. Die Ursache für die Bohrgeräusche blieb ungeklärt. In Gelsenkirchen hatte damals ein Feueralarm die Polizei alarmiert – auch dort wurde nichts gefunden. Die Mitarbeiter der Sparkasse Dortmund seien sensibilisiert, so die Polizei.



