Wochenlang glaubte eine Frau aus Osnabrück, über soziale Netzwerke mit Popstar Robbie Williams zu chatten. Als der vermeintliche Star sie um Geld bat, überwies sie knapp 1.000 Euro – und flog auf einen dreisten Betrug herein. Die Polizei ermittelt nun wegen Betrugs und warnt vor ähnlichen Maschen.
Die Masche der Betrüger
Die Täter hatten das Vertrauen der Frau über mehrere Wochen hinweg erschlichen, indem sie persönliche Nachrichten austauschten und Bilder des echten Sängers schickten. Nach Polizeiangaben war die Frau fest davon überzeugt, mit dem „wahren Robbie Williams – höchstpersönlich“ zu kommunizieren. Als der angebliche Popstar dann behauptete, seine Konten seien gesperrt, und um eine Geldüberweisung bat, kam die Frau der Aufforderung nach. Erst nach der Transaktion brach der Kontakt ab – die Betrüger antworteten nicht mehr.
Polizei warnt vor Promi-Betrug
Ein Polizeisprecher betonte: „Kein Star dieser Kategorie kommuniziert normalerweise so persönlich mit seinen Fans und stellt zudem Geldforderungen.“ Er rief dazu auf, bei solchen Anfragen sofort misstrauisch zu werden und keine Zahlungen zu leisten. Die Geschädigte erstattete Anzeige bei der Polizei Osnabrück, die nun die Hintermänner sucht. Der Fall zeigt, wie perfide Betrüger vorgehen, indem sie die emotionale Bindung von Fans zu Prominenten ausnutzen.
So schützen Sie sich vor Identitätsdiebstahl
Die Polizei rät, bei ungewöhnlichen Kontaktaufnahmen von angeblichen Prominenten skeptisch zu sein. Echtes Fanposting läuft selten über private Nachrichten, und Geldforderungen sind ein klares Warnsignal. Betroffene sollten umgehend Anzeige erstatten und keine weiteren persönlichen Daten preisgeben. Im vorliegenden Fall half die schnelle Reaktion der Frau, den Betrug zu melden – doch die 1.000 Euro sind wohl verloren.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung zu ähnlichen Vorfällen.



