Erster Drag March beim Berliner CSD: Glitzer und Protest vor der Parade
Erster Drag March beim Berliner CSD geplant

Erstmals in der Geschichte des Berliner Christopher Street Day (CSD) findet in diesem Jahr ein sogenannter Drag March statt. Die Veranstaltung soll am Freitag, dem 24. Juli, vor der großen CSD-Parade durch die Hauptstadt führen und ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und demokratischen Zusammenhalt setzen, wie die CSD-Veranstalter in einer Ankündigung mitteilten.

Was ist ein Drag March?

Der Begriff „Drag March“ lehnt sich an die Tradition des New Yorker Vorbilds an, wo solche Märsche seit Jahrzehnten fester Bestandteil der queeren Kultur sind. Dragqueens – meist Männer, die in künstlerischen Performances Weiblichkeit darstellen oder parodieren – und Dragkings – das weibliche Pendant – stehen dabei im Mittelpunkt. Der Berliner Drag March soll diese Kunstform würdigen und gleichzeitig politische Forderungen der LGBTQ+-Community sichtbar machen.

Route und Programm

Der Umzug startet am U-Bahnhof Bundestag und führt zum Brandenburger Tor. Dort findet am Abend eine weitere große CSD-Veranstaltung statt. Die Organisatoren betonen, dass der Drag March nicht nur ein buntes Spektakel sei, sondern auch ein klares Statement gegen Diskriminierung und für die Rechte queerer Menschen. „Gleichzeitig setzt er ein Zeichen für eine Kulturform, die seit Jahrzehnten fester Bestandteil queeren Lebens, kreativen Ausdrucks und gesellschaftlichen Engagements ist“, hieß es in der Ankündigung.

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Berliner CSD: Eine der größten LGBTQ+-Veranstaltungen Europas

Der Berliner Christopher Street Day zählt zu den größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Community in Europa. Jedes Jahr zieht die Parade Hunderttausende Besucher an. Mit der Einführung des Drag March wolle man die Vielfalt innerhalb der Community noch stärker betonen und eine neue Tradition begründen.

Die Veranstalter hoffen auf eine rege Beteiligung und laden alle Interessierten ein, sich dem Zug anzuschließen – ob als Teilnehmer oder als Zuschauer. Der Drag March sei eine Gelegenheit, gemeinsam zu feiern, zu protestieren und die Sichtbarkeit queerer Kultur zu erhöhen.

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