Ex-Besetzer hoffen nach Beschluss auf legale Nutzung der Tornowstraße
Ex-Besetzer hoffen auf legale Nutzung der Tornowstraße

Ein Beschluss der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung schürt bei den früheren Besetzern des kommunalen Gebäudes in der Tornowstraße 40 auf Hermannswerder erhebliche Erwartungen. Die Stadt soll demnach prüfen, in welchen ihrer leerstehenden Gebäude eine Zwischennutzung für soziale, kulturelle oder Wohnzwecke möglich wäre und welche Schritte dafür nötig sind.

Räumung im Juli 2024 – nun neue Hoffnung

Im Juli 2024 hatte die Polizei das seit 2021 besetzte Haus geräumt. Die Ex-Besetzer forderten daraufhin eine legale Nutzung des Gebäudes, das der Stadt gehört und seit Jahren leer steht. Bislang lehnte das Rathaus eine solche Nutzung ab. Der neue Beschluss der Stadtverordneten könnte nun eine Wende bringen.

„Wir sind optimistisch, dass endlich eine Lösung gefunden wird“, sagte ein Sprecher der ehemaligen Besetzer dem Tagesspiegel. „Der Beschluss zeigt, dass die Politik unseren Anliegen Gehör schenkt.“ Die Gruppe hofft, das Haus für Wohn- und Kulturprojekte nutzen zu können.

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Prüfung weiterer Immobilien

Der Beschluss der Stadtverordneten sieht vor, nicht nur die Tornowstraße 40, sondern auch andere städtische Leerstände zu untersuchen. Ziel ist es, kurzfristige Zwischennutzungen zu ermöglichen, bevor eine langfristige Verwendung festgelegt wird. Die Verwaltung soll innerhalb von drei Monaten einen Bericht vorlegen.

„Es geht darum, bezahlbaren Raum für soziale und kulturelle Initiativen zu schaffen“, erklärte eine Stadtverordnete der Fraktion Die Andere. „Die Tornowstraße könnte ein Pilotprojekt sein.“

Realistische Chance oder symbolische Geste?

Kritiker bezweifeln jedoch, dass der Beschluss tatsächlich zu einer Nutzung führt. Die Stadtverwaltung hatte bisher stets auf rechtliche Hürden und fehlende Mittel verwiesen. Zudem ist das Gebäude sanierungsbedürftig. „Ohne Investitionen wird das nichts“, warnte ein Sprecher der Stadt. Die Ex-Besetzer zeigen sich dennoch zuversichtlich und verweisen auf erfolgreiche Zwischennutzungsmodelle in anderen Städten.

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