Explosion an jüdischer Schule in Amsterdam: Bürgermeisterin spricht von gezieltem Angriff
Explosion an jüdischer Schule in Amsterdam: Bürgermeisterin spricht von gezieltem Angriff

In Amsterdam haben Unbekannte nahe einer jüdischen Schule einen Sprengsatz gezündet. Bürgermeisterin Femke Halsema sprach von einem gezielten Angriff auf die jüdische Gemeinde, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP meldete. Die Detonation habe nur begrenzten Schaden verursacht, sagte sie demnach.

„Das ist ein feiger Akt der Aggression gegen die jüdische Gemeinschaft“, sagte Halsema. „Jüdinnen und Juden in Amsterdam werden zunehmend mit Antisemitismus konfrontiert. Das ist inakzeptabel.“

Feuerwehr und Polizei seien rasch am Einsatzort gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung. Verletzt wurde niemand.

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Laut niederländischen Medienberichten soll es sich bei der Schule um die orthodox-jüdische Schule Cheider handeln, die im Wohnviertel Buitenveldert im Süden der Stadt liegt. Den Berichten zufolge werden derzeit Aufnahmen einer Überwachungskamera ausgewertet, die den mutmaßlichen Täter zeigen sollen.

Die Sicherheitsmaßnahmen an Synagogen und jüdischen Einrichtungen in Amsterdam seien bereits stark erhöht worden. Der Hintergrund sind mehrere Angriffe auf jüdische Einrichtungen in den vergangenen Tagen.

So hat es bereits in der Nacht zu Freitag in Rotterdam einen Brand in einer Synagoge gegeben. Bei dem nur kurz brennenden Feuer sei niemand verletzt worden, erklärte die Polizei in der Hafenstadt anschließend. Rotterdams Bürgermeisterin Carola Schouten sagte der niederländischen Nachrichtenagentur ANP, in der Stadt gebe es „keinen Platz für Antisemitismus, Einschüchterung, Gewalt oder Hass gegen religiöse Gemeinschaften“. Der Brand jage Jüdinnen und Juden in Rotterdam Angst ein. Vier Verdächtige wurden mittlerweile festgenommen.

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