Fünf Tote bei missglücktem Rettungsversuch im Scioto River in Ohio
Fünf Tote bei Rettungsversuch im Scioto River

Fünf Menschen sind am Sonntagabend im Scioto River im US-Bundesstaat Ohio ums Leben gekommen, nachdem ein Schwimmer in Not geraten war und mehrere Personen versuchten, ihn zu retten. Die Gruppe war eigentlich zum Angeln an den Fluss gekommen, wie der zuständige Sheriff Jeffrey Balzer in einer Pressekonferenz am Montag mitteilte.

Die tragische Rettungskette

Laut Sheriff Balzer begann das Unglück, als ein Erwachsener zum Schwimmen in den Fluss ging und dabei in Schwierigkeiten geriet. Zwei weitere Personen eilten ihm zu Hilfe, wurden jedoch ebenfalls von der Strömung erfasst. Schließlich versuchten zwei weitere Menschen, die bereits im Wasser Befindlichen zu retten, und ertranken ebenfalls. Insgesamt kamen fünf Menschen ums Leben.

Die Opfer waren offenbar zwei Elternpaare und eine weitere Person. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den Toten um Erwachsene handelt. Die Identitäten wurden noch nicht offiziell bestätigt, da die Ermittlungen andauern. Eine Sprachbarriere erschwere die Untersuchungen, erklärte das Sheriffsbüro.

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Zwei Kinder überleben

Zwei Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren, die zur Gruppe gehörten, überlebten das Unglück. Sie wurden von einem Autofahrer entdeckt, der die Polizei alarmierte, nachdem er ein „sichtlich verzweifeltes“ Kind am Ufer gesehen hatte. „Das Kind sagte, seine Familie sei im Fluss“, berichtete Sheriff Balzer. Die Kinder befinden sich inzwischen in der Obhut von Sozialdiensten.

Die Rettungskräfte bargen die Leichen aller fünf Opfer aus dem Fluss. Die genaue Todesursache soll durch Obduktionen geklärt werden. Der Vorfall wird weiterhin untersucht.

Hintergrund und Sicherheitshinweise

Der Scioto River ist ein Nebenfluss des Ohio River und fließt durch mehrere Städte in Ohio. Er ist bekannt für seine starken Strömungen, die besonders nach Regenfällen gefährlich sein können. Die Behörden warnen davor, in unbewachten Gewässern zu schwimmen, und empfehlen, bei Rettungsversuchen stets eigene Sicherheit zu priorisieren und professionelle Hilfe zu rufen.

Der tragische Vorfall erinnert an ähnliche Unglücke in den USA, bei denen Helfer ebenfalls ums Leben kamen. Im Jahr 2021 starben in Florida drei Menschen bei einem Rettungsversuch am Strand. Experten raten, im Wasser in Not geratenen Personen nicht ohne Hilfsmittel wie Schwimmwesten oder Seile zu Hilfe zu eilen, da die Gefahr des Ertrinkens für die Helfer sehr hoch ist.

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