Berlin – Olaf Eichler, der Leiter der Beleuchtung am Friedrichstadt-Palast, verlässt das Haus nach 43 Jahren. Kaum jemand kennt die Lichtanlagen des berühmten Revuetheaters so gut wie er. „Dieses Haus ist mein Zuhause“, sagt Eichler. Nun nimmt er bewegt Abschied.
Ein Leben für das Licht
Eichler begann seine Karriere am Friedrichstadt-Palast im Jahr 1983 als junger Beleuchter. Über die Jahrzehnte stieg er zum Leiter der Beleuchtung auf. In seiner Zeit erlebte er zahlreiche technische Revolutionen: von analogen Schaltpulten bis zur digitalen Lichtsteuerung. „Jede Premiere war eine neue Herausforderung“, erinnert er sich.
Der Friedrichstadt-Palast ist bekannt für seine aufwendigen Revuen mit hunderten Scheinwerfern und Spezialeffekten. Eichler und sein Team sorgten dafür, dass jede Show perfekt ausgeleuchtet war. „Das Licht ist die Seele der Inszenierung“, sagt er.
Abschied nach 43 Jahren
Mit 66 Jahren geht Eichler nun in den Ruhestand. „Es ist Zeit, Platz für Jüngere zu machen“, erklärt er. Sein letzter Arbeitstag war der 30. Juni 2026. Kollegen und Künstler verabschiedeten ihn mit stehenden Ovationen. Intendant Berndt Schmidt würdigte Eichlers Lebenswerk: „Er hat den Palast maßgeblich geprägt.“
Eichler selbst blickt wehmütig zurück: „Ich werde die magischen Momente vermissen, wenn das Publikum staunt.“ Künftig möchte er reisen und sich der Fotografie widmen. „Aber ein bisschen werde ich dem Haus immer verbunden bleiben“, verspricht er.



