Fête de la Musique 2024 in Berlin: Stimmung trotz Unwetter ausgelassen
Fête de la Musique 2024: Stimmung in Berlin trotz Unwetter gut

Am längsten Tag des Jahres verwandelte sich ganz Berlin wieder in eine riesige Tanzfläche. Trotz eines heftigen Gewitters am Vormittag, das den Aufbau behinderte und zu Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr führte, feierten tausende Menschen bei der Fête de la Musique 2024. Die Stimmung war ausgelassen, die musikalische Bandbreite reichte von Elektro über Jazz bis hin zu Indie-Pop.

Unwetter sorgt für Startschwierigkeiten

Bereits am Mittag fegte ein heftiges Gewitter über Berlin. Bäume stürzten auf Gleise, es kam zu Ausfällen bei U- und S-Bahn. Der Deutsche Wetterdienst gab gegen 12:30 Uhr Entwarnung. Einige Bühnen hatten Schaden genommen: Bei der Hansabibliothek am Hansaplatz in Tiergarten wehten Windböen mehrere Stände davon. „Diese sind durch die Gegend geflogen“, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Tagesspiegel. Dennoch ließen sich die Besucher die Laune nicht verderben.

Dr. Motte vergoldet Verteilerkasten in Charlottenburg

Am Nachmittag verschönerte DJ Dr. Motte beim „Cake and Rave“ in Charlottenburg einen Telekom-Verteilerkasten mit goldenem Klebeband. Auflegen sollte er hier erst am frühen Abend. Die Veranstaltung zog etwa 70 Menschen an, die bei elektronischer Musik von Dr. Motte und DAZA tanzten. Jacky-Oh Weinhaus, bereits zum dritten Mal Gastgeberin, sagte: „Der Regen hat bisher gut getan und uns etwas abgekühlt, die Stimmung ist super.“ Ellen Dosch-Roeingh ergänzte: „Durch das Wetter haben wir nicht nur so Schön-Wetter-Raver am Start.“

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Alt-Rock und Latin Folk an verschiedenen Locations

Am Holzmarkt, einem der Zentren der Fête, spielte die Berliner Alt-Rock-Band Prismala vor einem begeisterten Publikum. Die Location an der Spree war gut besucht, die Stimmung ausgelassen. Im Clärchens Ballhaus sorgte Jpoline Zordick mit seichtem Latin Folk für Entspannung. Im Sommergarten am Filmtheater am Friedrichshain trat die Amateurband „Kasse 17“ auf. Fred von der Band sagte: „Als Amateurband ist es natürlich cool, so einen Auftritt zu haben und vor so vielen Leuten zu spielen.“

Polizei meldet überschaubaren Zustrom

Aus polizeilicher Sicht gab es bei der diesjährigen Fête de la Musique keine Auffälligkeiten. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass der Zustrom „überschaubar“ gewesen sei. Schwerpunktmäßig wurden Veranstaltungen in Friedrichshain und Kreuzberg betreut. Ab 20 Uhr war im Bereich Wiener Straße / Görlitzer Park eine größere Veranstaltung mit DJs geplant, bei der mit einem größeren Zustrom gerechnet wurde.

Kinderwagen, Schlange vor dem ELSE und Musik am Planetarium

Marry war mit ihrer Freundin, ihrem Hund und ihrer Tochter unterwegs. Sie sagte: „Ich bin heute vor allem wegen der Ikone Dr. Motte hier. Die Stimmung ist gut, die Becher sind voll, was will man mehr?“ Vor dem Nachtclub ELSE an der Treptower Brücke standen hunderte Menschen Schlange. Heidi und Niklas, die vorbeiliefen und sich anstellten, wollten später noch zum Holzmarkt. Vor dem Zeiss-Großplanetarium eröffnete der 21-jährige Indie-Pop-Künstler Baumgart das Programm mit dem Song „Loser“ über Mobbingerfahrungen. Vereinsvorstand Stephan Hengst erklärte: „Wir hatten schon Sturm, wir hatten schon Hitze, aber wir hatten noch nie so ein tolles Publikum wie heute.“

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