Die Komikerin Gaby Köster (64) hat vor rund 18 Jahren einen Schlaganfall erlitten. In einem Interview mit „Bunte“ gewährt sie nun erschütternde Einblicke in ihre schwere Zeit danach. Ihre finanziellen Rücklagen sind aufgebraucht, wie sie verrät. „Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen“, erklärt die Kölnerin, die durch „7 Tage, 7 Köpfe“ bekannt wurde. „Das macht mir wirklich schlaflose Nächte.“
Köster sitzt seit 2008 im Rollstuhl
Seit dem Schlaganfall im Jahr 2008 ist Köster auf den Rollstuhl angewiesen. Sechs Monate verbrachte sie damals in einer Klinik. Die Ärzte hätten „keinen Pfifferling“ mehr auf ihr Überleben gegeben, doch heute geht es ihr vergleichsweise gut. „Blöd ist nur, dass mein linker Arm nicht mehr richtig mitspielen möchte und das Gehen noch immer sehr mühsam ist“, sagt sie. Sie räumt ein, dass sie manchmal dachte, es wäre besser gewesen, nicht mehr aufzuwachen. „Aber meine Antwort war, dass ich noch etwas erleben will und erledigen muss. Sonst wäre ich jetzt da oben, wo mein Vater seit 46 Jahren ist.“
Deutliche Botschaft an AfD-Anhänger
Köster wünscht sich, dass Politiker einen Tag auf einer Pflege- oder Intensivstation verbringen. „Dann würden sie sehen, was das für ein Knochenjob ist im Drei-Schichten-System und wer letztendlich darunter leidet. Sehr wahrscheinlich würden sie dann andere Gesetze machen“, so die Komikerin. An die Wähler der AfD richtet sie eine klare Botschaft: „An alle AfDler: 80 Prozent der pflegenden Menschen sind Ausländer – freut euch schon mal drauf.“
Lebensmut trotz schwerer Schicksalsschläge
Trotz aller Widrigkeiten hat Köster ihren Lebensmut nicht verloren. „Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint“, sagt sie. „Und wenn sie mal nicht scheint, ziehe ich knallbunte Klamotten an und baue mir selbst eine Sonne.“ Kraft schöpft sie zudem aus ihrer Spiritualität.



