Goldspürhunde durchsuchen Anwesen in Plate nach verschwundenem Schatz von Manching
Goldspürhunde durchsuchen Anwesen in Plate nach verschwundenem Schatz von Manching

Mehr als drei Jahre nach dem Diebstahl eines Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching durchsuchen Ermittler erneut ein Anwesen in Plate in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei kommen auch Goldspürhunde aus dem ungarischen Nationalmuseum zum Einsatz, die speziell auf Gold trainiert sind, wie Fabian Puchelt vom bayerischen Landeskriminalamt (LKA) erklärte.

Der Goldschatz war im November 2022 gestohlen worden. Vier Täter wurden festgenommen und im Juli 2025 am Landgericht Ingolstadt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Bis auf einen kleinen Teil der gestohlenen Goldmünzen blieb der Schatz jedoch verschwunden. Die Verdächtigen äußerten sich während des Prozesses nicht zum Verbleib des Goldes.

Die Ermittler durchsuchen das Grundstück des Hauptverdächtigen und seiner Partnerin mit einem Expertenteam, darunter Forensiker, Zoll-Experten und Kollegen aus Kanada und der Toronto Police. Zum Einsatz kommen auch Röntgen- und Radartechnik. „Neue Erkenntnisse“ ließen die Ermittler annehmen, dass der Großteil der Beute dort professionell versteckt sei, um später verkauft zu werden.

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Es handelt sich um 411 Goldmünzen und einen Goldgusskuchen, insgesamt etwa drei Kilogramm Gold. Die Ermittler vermuten zudem größere Mengen Bargeld aus anderen Einbrüchen der Gruppe. Bis zum späten Vormittag wurde noch nichts gefunden, die Suche sollte am Nachmittag fortgesetzt werden.

Die Partnerin des Hauptverdächtigen wird verdächtigt, Hilfe beim Verkauf des Goldes angeboten zu haben; gegen sie wird wegen Geldwäsche ermittelt. Ihr Partner sitzt in München in Untersuchungshaft, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Durchsuchung umfasst das Vermessen jedes Zimmers und den Abgleich mit Bauplänen, um doppelte Wände oder bauliche Veränderungen zu entdecken.

Neben den LKAs Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sind die Staatsanwaltschaft Ingolstadt, das Bundeskriminalamt und eine internationale Taskforce gegen illegalen Handel mit Kulturgütern beteiligt. Puchelt betonte: „Wir haben uns kein Zeitlimit gesetzt, sondern suchen so lange, bis wir etwas gefunden haben oder ausschließen können, dass es hier war.“

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