Am Samstag, dem 26. Juli 2026, beginnt in Hamburg die Pride Week, die mit zahlreichen Veranstaltungen wie Lesungen und Workshops aufwartet und am 1. August in der großen Christopher-Street-Day-Demonstration (CSD) gipfelt. Organisiert wird die Woche von Ehrenamtlichen des Vereins Hamburg Pride e.V. Der CSD findet in diesem Jahr zum 46. Mal statt und umfasst mehr als 40 Lastwagen von Vereinen, Parteien, Unternehmen und Kirchengemeinden. Rund 120 Gruppen haben sich für die etwa vier Kilometer lange Strecke angemeldet.
Route aus Sicherheitsgründen geändert
Aus Sicherheitsgründen führt die Route auch 2026 nicht durch die schmale Lange Reihe, sondern durch die Lübecker Straße und den Steindamm. Sie endet auf der Lombardsbrücke. Der Christopher Street Day erinnert an die Ereignisse im Juni 1969 in New York, als es nach einer Polizeirazzia in der Szenebar „Stonewall Inn“ zu Aufständen von Schwulen und Lesben kam. Hauptschauplatz war die Christopher Street im Künstlerviertel Greenwich Village.
Anstieg queerfeindlicher Straftaten
Die Polizei Hamburg erfasste im vergangenen Jahr 166 Straftaten gegen die „geschlechtsbezogene Diversität“ und sexuelle Orientierung – ein Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (149 Taten). 2023 waren es 98 Taten. Manuel Opitz vom Verein Hamburg Pride sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die größte Herausforderung ist sicherlich das Thema Sicherheit, denn Queerfeindlichkeit nimmt zu. Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie den Aktionsplan ‚Queer Leben‘ wieder einsetzt.“ Die Einstellung des Aktionsplans durch die aktuelle Bundesregierung sei ein Fehler.
Aktionsplan „Queer Leben“ eingestellt
Der Aktionsplan „Queer Leben“ wurde 2022 vom damaligen Queer-Beauftragten Sven Lehmann (Grüne) vorgestellt. Er umfasste eine Strategie zur Stärkung der Akzeptanz und des Schutzes sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie zur Bekämpfung von Queerfeindlichkeit. Der Plan enthielt Maßnahmen zu Sicherheit, rechtlicher Anerkennung und Stärkung von Beratungsstrukturen. Seine Aussetzung wird von der Community kritisiert.



