Wenn Sie sich fragen, wie Argentinien das WM-Spiel gegen Ägypten nach einem 0:2-Rückstand noch gedreht hat: Eine mögliche Antwort lautet – übersinnliche Kräfte. Denn in der Heimat von Superstar Lionel Messi (39) haben sich selbsternannte Hexen zusammengeschlossen, um ihren Liebling vor dem bösen Blick zu schützen und die Gegner einzufrieren. Das Phänomen berichtete ein argentinischer Kollege.
Ursprung des Hexen-Trends bei der WM 2022
Die ganze Nummer begann bei der WM 2022 in Katar. Nach der überraschenden Auftakt-Niederlage gegen Saudi-Arabien (1:2) gründeten sieben dieser Hexen eine WhatsApp-Gruppe. Ihr Ziel: anderen Hexen Anweisungen geben, wie sie der argentinischen Mannschaft helfen können. Die Gruppe wuchs schnell an, bald wurde ein Account bei X (ehemals Twitter) erstellt. Dort tauschen sich die Damen heute noch aus und belegen, wie sie mit ihren Methoden dazu beigetragen haben, dass die Albiceleste seit jener Blamage gegen die Saudis kein Spiel mehr verloren hat.
Rituale: Ölprobe, Kerzen und Einfrieren der Gegner
Das Ritual ist immer gleich: Vor einem Spiel wollen die Hexen zunächst herausfinden, ob ein Fluch auf Messi oder einem seiner Mitspieler liegt. Dazu tropfen sie ein wenig Öl in ein Gefäß mit Wasser, sprechen ein Gebet – und schauen, wie sich das Öl verteilt. Ist es verteilt, ist alles okay. Sammeln sich die Tropfen aber in der Mitte, heißt es: schnell handeln. Mit weißen Kerzen und Gebeten wollen sie jegliche negative Energie von den Spielern fernhalten.
Auf dem Account bei X wird die Hexen-Gesellschaft in Arbeitsgruppen aufgeteilt: Curanderas (Heilerinnen, die sich um Messis Wehwehchen kümmern), Visualizadoras (Visualisiererinnen, die sich das geschlossene argentinische Tor vorstellen) und Hechiceras (Hexen für die Rituale gegen die Gegner).
Vielfältige Methoden während der 90 Minuten
Für die 90 Minuten sind die Mittel der Hexen vielfältig: Sie bauen Altäre, sie beten, sie zünden blaue Kerzen an (die genauen Uhrzeiten werden bei X geteilt), sie basteln Amulette oder beschwören brennenden Salbei. Besonders beliebt aber: das Einfrieren der Gegner. Dafür drucken sich die Hexen die Aufstellung des Gegners aus und hängen sie in den heimischen Gefrierschrank. Laut ihrer Logik soll die Kälte Geschwindigkeit und Treffsicherheit des Gegners lähmen.
Wissenschaftlich nicht belegt, aber Statistik spricht für sie
Funktioniert das denn? Wissenschaftlich ist das natürlich nicht bewiesen. Aber, so sagt der argentinische Kollege lächelnd, die Statistik spricht für die Hexen und ihre Methoden. Seit der Niederlage gegen Saudi-Arabien hat Argentinien kein Spiel mehr verloren – ein Erfolg, den die Hexen für sich beanspruchen.



