Die Hitzewelle in Berlin fordert erste Todesopfer: Am Sonnabend starben zwei Männer beim Baden in Berliner Gewässern. Ein weiterer Mann erlitt einen Kreislaufstillstand am U-Bahnhof Innsbrucker Platz. Die Rettungskräfte waren im Dauereinsatz.
Tod im Strandbad Jungfernheide
Gegen 13 Uhr ging ein Badegast im See im Volkspark Jungfernheide in Charlottenburg schwimmen und tauchte plötzlich unter. Zeugen zogen den Mann aus dem Wasser und alarmierten die Feuerwehr. Auch die Polizei rückte an, weil rund 25 Badegäste die Rettungskräfte behinderten. Die Reanimation blieb erfolglos. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung.
Tödlicher Sprung in den Tempelhofer Hafen
Nur 50 Minuten später der nächste Einsatz: Ein Mann aß zunächst in einem Restaurant am Tempelhofer Hafen, ging dann zum Wasser, zog sich aus und sprang hinein. Zeugen sahen ihn noch schwimmen, dann trieb er leblos im Wasser. Polizisten waren zuerst vor Ort, holten ihn an Land und begannen mit der Reanimation. Auch hier blieben die Wiederbelebungsversuche erfolglos. Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein.
Kreislaufstillstand am Innsbrucker Platz
Bereits um 12.20 Uhr brach ein Fahrgast auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Innsbrucker Platz in Schöneberg zusammen. Er erlitt einen Kreislaufstillstand. Andere Fahrgäste alarmierten die Rettungskräfte und begannen mit der Reanimation. Sogenannte Katretter, die über eine App alarmiert werden, unterstützten die Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Notarztes. Der Verletzte wurde mit Notarztbegleitung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät, sich bei diesen Temperaturen vor dem Baden unbedingt abzukühlen oder langsam ins Wasser zu gehen.



