Potsdam steht ein extrem heißes Wochenende bevor: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert Temperaturen von bis zu 40 Grad. Viele Menschen suchen daher nach Möglichkeiten, der Hitze zu entfliehen. Die Redaktion der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) hat eine Liste mit kühlen Orten und Aktivitäten zusammengestellt, die Abkühlung versprechen.
Abkühlung im Wasser: Seen und Bäder
Bei hochsommerlichen Temperaturen zieht es die Menschen ins Wasser. In Potsdam bieten sich das Waldbad Templin, das Stadtbad im Park Babelsberg sowie die Badewiese am Groß Glienicker See an. Auch die vielen Seen und die Havel mit ihren Badestellen laden zum Schwimmen ein. Das Strandbad Babelsberg ist eine weitere beliebte Option.
Wer sich trotz Hitze draußen bewegen möchte, sollte schattige Wege wählen. Empfehlenswert sind der Wildpark, die Ravensberge oder der Weg am Templiner See zwischen Hermannswerder und Caputh. Ein Waldspaziergang entlang des drei Kilometer langen Sacrower Sees im Norden der Stadt bietet nicht nur Schatten, sondern auch die Möglichkeit zur Erfrischung im Wasser.
Eisgenuss: Klassiker an heißen Tagen
Eis ist an heißen Tagen ein absoluter Klassiker. Potsdam hat zahlreiche Eisdielen zu bieten, viele mit hausgemachtem Eis und originellen Sorten. Die Eismatrosen (Lange Brücke 6) locken mit Ricotta-Olive, San Giorgio in Babelsberg (August-Bebel-Straße 2A) mit Zitrone-Basilikum. Beliebt ist auch Fridas Eis im Holländischen Viertel.
Die Eismanufaktur Tanne B in Fahrland verkauft ihre Becher direkt am Werk (Ketziner Straße 122). Eine Besonderheit ist der „Eisbahnhof“ in Potsdam-West (Knobelsdorffstraße 10A), wo ein alter Schlafwagen zu einer Eisdiele umgebaut wurde.
Kühle Orte: Museen und Kältekammer
An heißen Tagen lohnt sich ein Museumsbesuch besonders. Im Museum Barberini können Gäste bei angenehmen Temperaturen ab dem 4. Juli die Ausstellung „Symphonie der Farben. Paul Signac und der Neoimpressionismus“ besichtigen. Bis dahin und parallel dazu ist die Dauerausstellung mit impressionistischen Meisterwerken zu sehen.
Weitere kühle Museen sind das Potsdam Museum (Eintritt frei!), das Brandenburg Museum und das Aquarium im Keller des Naturkundemuseums. Ein besonders extremes Kühlerlebnis bietet die Kältekammer der Penguzone in der Hermann-Elflein-Straße: Dort können Gäste für drei Minuten bei minus 110 Grad Celsius frieren.
Schlösser, Kinos, Einkaufszentren und Bibliotheken
Potsdam hat laut Tourismusmarketing die deutschlandweit höchste Anzahl an Schlössern pro Kopf. Orte wie Schloss Sanssouci oder das Neue Palais bieten nicht nur Einblicke in die preußische Geschichte, sondern auch kühle Räume. Besonders empfehlenswert ist der Grottensaal des Neuen Palais: Mehr als 20.000 Muschel- und Schneckenschalen, Kristalle, Steine, Erze, Fossilien und Edelsteine halten den Saal angenehm frisch – ein Ort, den bereits Friedrich II. im Sommer schätzte.
Kirchen laden dank ihrer dicken Mauern und hohen Decken zu einer Erfrischungspause ein. Nach einer Einkaufstour bietet sich die Nikolaikirche am Alten Markt an, um zu verschnaufen und die Architektur zu bewundern. Auch die Friedenskirche im Park Sanssouci ist täglich geöffnet, ebenso wie die klimatisierte Kapelle der Garnisonkirche.
Drogeriemärkte und klimatisierte Einkaufszentren wie das Stern-Center sind ebenfalls kühle Rückzugsorte. Die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum (Am Kanal 47) bietet angenehme Temperaturen. Einige Restaurants und Kantinen sind mit Klimaanlagen ausgestattet, beispielsweise die Mittagsversorgung im Justizzentrum in der Jägerallee. Kinos wie das UCI in den Bahnhofspassagen sind klimatisiert. Auch Friedhöfe mit Baumbestand werden von der Stadt als kühle Orte genannt.
Eine – allerdings nicht vollständige – Liste der kühlen Orte hat die Stadt Potsdam online zusammengestellt. Die Redaktion bedankt sich bei Katharina Henke, Henri Kramer, Sabine Schicketanz, Kay Grimmer, Klaus D. Grote und Steffi Pyanoe für die Mitarbeit.



