Schockierende Statistik: Zahl junger Drogentoter steigt dramatisch
Junge Drogentote: Zahl steigt dramatisch

Immer mehr junge Menschen in Deutschland bezahlen ihren Drogenkonsum mit dem Tod. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamts (BKA), die BILD vorliegen. Demnach starben im Jahr 2025 insgesamt 528 Menschen unter 30 Jahren an den Folgen illegaler Drogen wie Heroin oder Crack. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 53 Prozent im Vergleich zu 2021, als noch 345 Todesfälle in dieser Altersgruppe registriert wurden.

Zahl der Unter-20-Jährigen verdoppelt

Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei den ganz jungen Drogenopfern: 2025 starben 106 Jugendliche und junge Erwachsene unter 20 Jahren, während es 2021 nur 54 waren – eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 2150 Drogentote in Deutschland, die auf den Konsum illegaler Substanzen zurückzuführen sind.

Hinter diesen Zahlen verbergen sich persönliche Schicksale und unermesslicher Schmerz für die betroffenen Familien und Freunde. Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck (48, CDU) äußerte sich gegenüber BILD bestürzt: „2150 Drogentote – und Deutschland schaut wieder betroffen auf die Zahl, bis sie übermorgen vergessen ist. Ich finde es erschreckend, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben.“

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Gefährlicher Mischkonsum

Als besonders riskant erweist sich der Konsum mehrerer Substanzen gleichzeitig. Streeck erklärte: „Fast jeder vierte Drogentote ist inzwischen unter 30, bei den Unter-20-Jährigen hat sich die Zahl seit 2021 fast verdoppelt. Vier von fünf sterben nach dem Konsum mehrerer Substanzen.“ Viele Konsumenten mischen beispielsweise Medikamente, Alkohol und illegale Drogen, ohne sich der lebensgefährlichen Wechselwirkungen bewusst zu sein.

Der Drogenbeauftragte forderte daher dringend Maßnahmen: „Mehr Prävention, frühere Hilfe und ein Hilfesystem, das Menschen rechtzeitig erreicht.“

Weltweiter Trend zu synthetischen Drogen

Das Problem beschränkt sich nicht auf Deutschland. Die Vereinten Nationen warnten Ende Juni in ihrem Weltdrogenbericht vor einem weltweit „beispiellosen Anstieg“ neuartiger, synthetischer Substanzen. Diese Entwicklung trage maßgeblich zur steigenden Zahl von Drogentoten bei, auch unter jungen Menschen.

Die neuen BKA-Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf in der Drogenpolitik. Experten fordern nicht nur mehr Aufklärung, sondern auch niedrigschwellige Hilfsangebote und eine bessere Vernetzung von Suchtberatung, medizinischer Versorgung und Sozialarbeit.

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