Die ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel hat sich nach Rassismus-Vorwürfen für eine umstrittene Aussage in der Sendung „Fernsehgarten“ entschuldigt. Der Sender teilte mit, die Äußerung sei der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint gewesen. Kiewel bedauere ihre Worte und entschuldige sich dafür.
Vorfall im „Fernsehgarten“ unter dem Motto „90er Dance Party“
Am vergangenen Sonntag stand die Sendung unter dem Motto „90er Dance Party“. Dabei wurde auch die in den 1990er Jahren populär gewordene Pokémon-Welt thematisiert. Der Boom um Pokémon begann mit der Entwicklung eines Spiels in Japan. Heute umfasst das Pokémon-Imperium Videospiele, TV-Serien, Kinofilme und weltweit gesammelte und getauschte Karten mit den Taschenmonstern („Pocket Monsters“).
Zwei Sammlerinnen zeigten Kiewel in der Sendung eine Reihe von Pokémon-Karten, darunter ein Kartenset in verschiedenen Sprachen. Als die Moderatorin eine japanische Karte betrachtete, sagte sie zunächst „Chinesisch“ und fügte dann „Ching Chong Chaang“ hinzu. Diese Äußerung löste in sozialen Medien Empörung aus. Unter einem Instagram-Beitrag zur Sendung wurde Kiewel Rassismus vorgeworfen.
Reaktion des ZDF und der Öffentlichkeit
Das ZDF stellte sich in einer Stellungnahme explizit gegen jede Form von Rassismus. Der Sender betonte, dass die spontane Äußerung der Live-Situation geschuldet war und nicht rassistisch gemeint sei. Dennoch bedauere Kiewel ihre Worte und entschuldige sich dafür.
Die Diskussion um den Vorfall zeigt, wie sensibel das Thema kulturelle Aneignung und rassistische Stereotype in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Viele Nutzer kritisierten die Verwendung des Ausdrucks „Ching Chong Chaang“, der als abwertende Nachahmung der chinesischen Sprache gilt und oft als rassistisch empfunden wird.
Hintergrund: Pokémon und kulturelle Sensibilität
Pokémon, ursprünglich aus Japan, hat eine weltweite Fangemeinde. Die Verwechslung von japanischen und chinesischen Schriftzeichen sowie die Verwendung eines rassistischen Stereotyps sorgte für Unverständnis. Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit von kultureller Sensibilität, insbesondere in Live-Sendungen mit großer Reichweite.



