In Almada, einer Stadt südlich von Lissabon, ist ein eineinhalbjähriges Mädchen gestorben, nachdem es in einem Kleinbus vergessen worden war. Das Kind sollte am Donnerstagmorgen in einen Kindergarten gebracht werden, wurde aber von der betreuenden Frau im Fahrzeug zurückgelassen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.
Die Geschehnisse im Detail
Laut Berichten der portugiesischen Nachrichtenagentur „Lusa“ unter Berufung auf die Polizei wurde das Mädchen von einer Frau, die es morgens in die Kita bringen sollte, im Inneren eines Kleinbusses vergessen. Erst als die Mutter das Kind am Nachmittag abholen wollte, bemerkte die Einrichtung, dass es nie angekommen war. Daraufhin wurde das Mädchen leblos in dem Wagen gefunden. Rettungskräfte versuchten noch, es wiederzubeleben, jedoch ohne Erfolg.
Ermittlungen und Hintergründe
Die portugiesische Polizei untersucht nun, wie die Betreuerin übersehen konnte, dass das Kind noch im Bus war. Die genaue Todesursache wird noch ermittelt. Solche Vorfälle ereignen sich immer wieder, besonders im Sommer, wenn sich Fahrzeuge schnell aufheizen. Der ADAC weist darauf hin, dass selbst bei leicht geöffneten Fenstern und 28 Grad Außentemperatur die Innentemperatur nach zehn Minuten auf 38 Grad und nach 20 Minuten auf 45 Grad steigen kann – lebensbedrohlich für Kleinkinder.
Ähnliche Fälle und Prävention
Immer wieder sterben Babys und Kleinkinder, die in Autos zurückgelassen werden. So gab es kürzlich einen Fall in Schorndorf bei Stuttgart, wo ein Kleinkind im Auto vergessen wurde und an einem Hitzschlag starb. Experten raten dringend, Kinder niemals allein im Fahrzeug zu lassen, auch nicht für kurze Zeit. Die Polizei in Portugal ermittelt nun gegen die Betreuerin wegen fahrlässiger Tötung.



