Während viele Jugendliche die Sommerferien am See verbringen, sitzt Alexandra mit sieben weiteren Mitgliedern der Klima-AG in der Kantinenküche der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule in Berlin-Lichterfelde. Die Abiturientin und ihre Mitschüler engagieren sich gegen die Erderwärmung – mit beachtlichem Erfolg.
Erfolge trotz politischer Rückschläge
Obwohl Ölheizungen weiter verbaut werden dürfen und das Verbrenner-Aus ins Stocken geraten ist, lassen sich die Schüler nicht entmutigen. „Wir haben viele Sachen bereits geschafft“, betont Alexandra. Die Gruppe hat unter anderem eine Solaranlage auf dem Schuldach installiert und den Schulhof entsiegelt. „Jeder kleine Schritt zählt“, ergänzt ein weiteres Mitglied.
Die Motivation der Jugendlichen speist sich aus dem Gefühl, etwas bewirken zu können. „Es ist frustrierend, wenn die Politik nicht hinterherkommt, aber wir machen trotzdem weiter“, sagt ein Schüler. Die AG hat bereits mehrere Preise gewonnen, darunter den Berliner Klimaschutzpreis.
Warum Engagement trotz Hitze und Rückschlägen?
Die aktuelle Hitzewelle in Berlin zeigt die Dringlichkeit des Themas. „Wenn man die Hitze spürt, weiß man, warum wir das machen“, erklärt Alexandra. Die Gruppe setzt auf konkrete Projekte statt auf große Reden. „Wir zeigen, was möglich ist, auch ohne große politische Unterstützung.“
Die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule unterstützt die AG mit Räumen und Material. „Die Schule steht voll hinter uns“, freut sich ein Mitglied. Die Erfolge der AG haben auch andere Schulen inspiriert – mehrere Berliner Schulen haben ähnliche Initiativen gestartet.
Klimaschutz als Herzenssache
Für die Jugendlichen ist der Kampf gegen die Klimakrise keine Last, sondern eine Herzensangelegenheit. „Wir machen das nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil wir überzeugt sind“, sagt Alexandra. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um neue Ideen zu entwickeln und bestehende Projekte voranzutreiben.
Zu den weiteren Erfolgen zählen Mülltrennungsaktionen und ein Fahrradwettbewerb. „Jeder kann etwas tun, auch wenn es klein ist“, betont ein Mitglied. Die AG hofft, dass ihr Beispiel Schule macht – im wahrsten Sinne des Wortes.



