Bei einer massiven russischen Angriffswelle auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw sind nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden. Die Attacken mit Marschflugkörpern, Raketen und Drohnen trafen direkt die Innenstadt, darunter ein Hotel und mehrere Wohnhäuser. Rettungskräfte sind seit der Nacht im Dauereinsatz und suchen unter den Trümmern nach Überlebenden.
Angriffswelle erschüttert Kyjiw
Die russischen Streitkräfte hatten am Abend und frühen Morgen eine koordinierte Serie von Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt durchgeführt. Nach ersten Schlägen am Abend folgten weitere Attacken am Morgen mit voller Härte. Bewohner, die rechtzeitig Schutz suchten, flüchteten in U-Bahn-Stationen, wo die Explosionen noch tief unter der Erde zu hören waren. Eine Anwohnerin namens Nadia berichtete: „Wir konnten uns in Sicherheit bringen, aber alles ist zerstört. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es sind immer noch Menschen unter den Trümmern verschüttet.“
Zahl der Opfer steigt weiter
Die Behörden in Kyjiw aktualisieren die Opferzahlen kontinuierlich. Mindestens 13 Tote und über 80 Verletzte wurden bis zum Morgen gemeldet, doch die Zahlen steigen stetig, da Rettungskräfte weiterhin Trümmer durchkämmen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vortag vor einem bevorstehenden Großangriff gewarnt. Alle ein bis zwei Wochen gebe es massive Attacken aus Russland, doch diese sei eine der härtesten seit Kriegsbeginn.
Kreml spricht von Militärzielen
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, bei den nächtlichen Angriffen seien „wichtige Militäranlagen“ getroffen worden. Die ukrainische Seite weist dies zurück und betont, dass die Angriffe gezielt zivile Infrastruktur und Wohngebiete im Zentrum der Stadt getroffen hätten. Einwohner wie Yulia, die mit ihrem Kleinkind in einem betroffenen Hochhaus lebt, schilderten die Angst: „Wir hatten große Angst, Gott sei Dank sind wir noch am Leben.“
Rettungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen
Die Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um Verschüttete zu bergen. Mykyta, ein anderer Bewohner, beschrieb die Situation: „Es war schrecklich. Wir waren zu Hause, als die Meldung kam, dass ballistische Raketen auf die Stadt zusteuern. Wir eilten in den Flur, um zum Schutzraum zu gelangen, aber es war bereits zu spät.“ Die Explosionen hinterließen eine Spur der Verwüstung, und viele Gebäude sind schwer beschädigt oder völlig zerstört.



