Lesermeinungen: 107-Jährige, Bundeswehr, Olympia – Berliner Debatten
Lesermeinungen: 107-Jährige, Bundeswehr, Olympia

Lesermeinungen zur ältesten Steglitz-Zehlendorferin

Am vergangenen Sonntag feierte Gisela Raff aus Dahlem ihren 107. Geburtstag. Sie ist die älteste Steglitz-Zehlendorferin. Die Geschichte über ihr langes Leben begeistert die Leser. Ein Leser schreibt: „Welch anrührende, bewegende und zugleich ermunternde Geschichte. Warmherzig und feinfühlig erzählt. Mit Staunen verfolgt man, wie es einer Frau gelingt, noch im biblischen Alter das Leben dermaßen zu genießen und mit wachen Sinnen zu führen. Sogar zu den Berliner Fußballvereinen hat die 107-Jährige eine klare Meinung und freut sich auf die Weltmeisterschaft. Das finde ich großartig. Als langjähriger Morgenpost-Leser aus Dahlem möchte ich der betagten Dame herzlich gratulieren. Schön, solche Geschichten in der Morgenpost zu lesen, es könnte durchaus mehr davon geben.“

Eichenprozessionsspinner: Unfähigkeit der Regierung?

Zum Artikel über die Belastung durch Eichenprozessionsspinner äußert sich ein Leser kritisch: „Hier zeigt sich wieder einmal, wie unfähig diese Regierung ist. Herr Wegner könnte mal deutlich zeigen, wer Herr im Haus ist, aber schweigt. Es ist ein großes gesundheitliches Problem, was wieder durch alle Instanzen verpennt wurde. Fachleute warnten im vorigen Jahr schon vor diesen Viechern, auch heute kommen wieder die Warnungen, dass es nächstes Jahr noch schlimmer kommt. Was muss eigentlich noch passieren, damit irgendein Verantwortlicher reagiert? Auch geht es wieder um das liebe Geld, es ist ein stadtweites Problem, also muss es auch von der Stadt bezahlt werden. Dieses Pingpong-Spiel zwischen Senat und Bezirk können wir uns einfach nicht leisten.“

Bundeswehr an Schulen: Kontroverse Diskussion

Die geplante engere Zusammenarbeit von Schulen mit der Bundeswehr sorgt für Diskussionen. Ein Leser schreibt: „Liebe GEW, ihr habt es immer noch nicht in eurem verqueren Linksdenken kapiert, dass die Bundeswehr ein Teil unserer Gesellschaft ist. Ihr fordert jedweden Quatsch, den die Lehrkräfte in der Schule abdecken sollen, wobei das eigentlich originäre Aufgabe der Eltern wäre, und Infos zur Bundeswehr, die für die Verteidigung dieses Landes verantwortlich ist, werden immer wieder diskriminiert. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie nie in einen Krieg reinrutschen und dann dumm dastehen, weil es zu wenige Soldaten gab.“

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Betriebsrente: Forderungen und Gedanken

Zum Vorstoß der DGB-Chefin für eine verpflichtende Betriebsrente äußert sich ein Leser: „Zwei Gedanken zum Artikel über die Betriebsrente: 1. Eine Betriebsrente wäre der erste Schritt, um die Beschäftigten am bisher von den Unternehmern eingesteckten Mehrwert zu beteiligen. 2. Nicht jede Firma floriert. Daher wäre bei Firmen, die die Rente nicht direkt zahlen, eine Einzahlung in einen Pool möglich, aus dem dann die Renten gezahlt werden. Um sie dem Durchschnitt anzupassen, wäre wohl ein Bundeszuschuss nötig.“

Olympia 2036: Kritik an Bewerbung

Eine Umfrage zeigt eine Mehrheit der Berliner für Olympia, aber ein Bezirk fällt ab. Ein Leser kommentiert: „Eine Olympiabewerbung für das Jahr 2036 ist gerade wegen der Ereignisse vor dann 100 Jahren mehr als fragwürdig. Was will man damit bezwecken? 100 Jahre Jubiläum feiern? Zeigen, dass Deutschland wieder mal alles können will? Es bleibt ein Rätsel. Nicht nur wegen der maroden Infrastruktur, massiver Probleme mit aufkommendem Fremdenhass, auch gerade aus Pietätsgründen sollte man die Finger davonlassen. Deutschland sollte sich erst mal mit weitaus dringenderen Problemen befassen, als Prestigeobjekte zu forcieren.“

Wowereits Erbe: Kritik an Sparpolitik

Ein Leser äußert sich kritisch zu Klaus Wowereits Politik: „Was hat Klaus Wowereit denn erreicht? Seine Sparpolitik (‚…sparen, bis es quietscht‘) und die seiner Nachfolger haben doch größtenteils zu dem aktuellen Desaster der maroden Infrastruktur geführt. Dieses Dilemma durch die Sparpolitik ist nicht nur in Berlin, sondern auch im Bund so gravierend, dass die Unzufriedenheiten der Bevölkerung den jetzigen Bundes- und Landesregierungen fälschlicherweise angelastet werden. Die Schuldigen von damals mit ihren großzügigen ‚Ruhegeldern‘ sollten dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Aber stattdessen geben sie werbewirksame Statements ab, die nichts bewirken.“

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FCAS-Aus: Bedauern über gescheitertes Projekt

Zum Aus des gemeinsamen Kampfjet-Projekts FCAS schreibt ein Leser: „Es ist sehr, sehr bedauerlich, dass die beiden stärksten Staaten in Europa in der derzeitigen Situation auf der Welt nicht in der Lage sind, eine gemeinsame Linie für die Verteidigung Europas zu finden. Ernster als im Moment kann doch die Lage nicht sein, um gemeinsame Wege zu gehen. Man kann nur hoffen, dass der wirkliche Ernstfall nie eintritt. Was dann dabei in Europa herauskommen würde, kann man heute schon ahnen.“