Müllproblem im Scharnweber-Kiez eskaliert
Im Reinickendorfer Scharnweber-Kiez sorgt ein wachsendes Müllproblem für Verdruss bei den Anwohnern. Besonders betroffen ist die Schillingstraße, wo sich Mülltüten, Sperrmüll und Unrat auf den Gehwegen türmen. Anwohner Torsten S. hat die Missstände fotografisch dokumentiert und kritisiert die Untätigkeit der zuständigen Behörden. „Es ist frustrierend, dass sich trotz mehrmaliger Meldungen nichts ändert“, sagte er gegenüber der Berliner Zeitung.
Behörden verweisen auf laufende Maßnahmen
Das Bezirksamt Reinickendorf erklärte auf Anfrage, dass die Müllabfuhr regelmäßig erfolge und zusätzliche Reinigungen angeordnet seien. Ein Sprecher räumte jedoch ein, dass es in einigen Bereichen zu Verzögerungen kommen könne. „Wir nehmen die Beschwerden ernst und arbeiten daran, die Situation zu verbessern“, so der Sprecher. Konkrete Zahlen zur Anzahl der Meldungen oder zur Häufigkeit der Reinigungen nannte er nicht.
Anwohner fühlen sich alleingelassen
Torsten S. berichtet, dass er seit Monaten immer wieder die gleichen Müllberge sehe. „Es ist, als ob die Behörden Scheuklappen tragen“, sagt er. Andere Anwohner schließen sich seiner Kritik an. In sozialen Medien teilen sie Fotos von überquellenden Mülltonnen und vermüllten Hinterhöfen. Der Kiez leide unter einem sichtbaren Verfall, der auch das Sicherheitsgefühl beeinträchtige.
Bezirk verspricht Besserung
Das Bezirksamt kündigte an, die Kontrollen zu verstärken und bei Verstößen Bußgelder zu verhängen. Zudem sollen Gespräche mit der Stadtreinigung geführt werden, um die Abfuhrrhythmen anzupassen. Ob dies ausreicht, um die Situation nachhaltig zu verbessern, bleibt abzuwarten. Torsten S. hofft auf konkrete Taten: „Reden allein hilft nicht, wir brauchen endlich Handeln.“



