Mordprozess in Rostock: Vater des getöteten Fabian der Falschaussage verdächtigt
Mordprozess in Rostock: Vater des getöteten Fabian der Falschaussage verdächtigt

Die Rostocker Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Vater des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow wegen des Verdachts der Falschaussage eingeleitet. Der 35-Jährige war Ende April und Anfang Mai als Zeuge im Mordprozess gegen eine 30-jährige Frau vernommen worden, die des Mordes an dem Jungen angeklagt ist.

Laut Staatsanwaltschaft habe der Vater in seinen Aussagen nachweislich falsche Angaben gemacht. Er beschrieb die Beziehung zur Angeklagten als harmonisch, obwohl er früher überzeugt gewesen sei, dass sie etwas mit dem Tod des Jungen zu tun haben könnte. Der Staatsanwalt erklärte, der Zeuge sei offensichtlich nicht an einer objektiven Wahrheitsfindung interessiert.

Die Angeklagte, die seit November 2025 in Untersuchungshaft sitzt, schweigt bislang im Prozess. Der Vater hatte zuletzt ausgesagt, er und die Frau seien wieder ein Paar, und er glaube an ihre Unschuld. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Angeklagte auf den Vater eingewirkt habe, um seine Aussage zu beeinflussen.

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Der Vorsitzende Richter kündigte an, dass zehn zusätzliche Verhandlungstage nötig werden, sodass sich die Gesamtzahl auf 27 erhöht. Ursprünglich waren 17 Tage geplant.

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