Paris Hilton: Internat in Utah verliert Lizenz nach Missbrauchsvorwürfen
Paris Hilton: Internat in Utah verliert Lizenz

Ein therapeutisches Internat im US-Bundesstaat Utah, die Provo Canyon School in Springville, verliert seine Betriebserlaubnis. Grund sind zahlreiche Verstöße gegen staatliche Vorgaben aus den Jahren 2025 und 2026, darunter unnötige Zwangsmaßnahmen, aggressiver Körperkontakt und Vernachlässigung. Realitystar Paris Hilton, die selbst als Teenager in der Einrichtung gewesen sein soll, hatte jahrelang für die Schließung gekämpft und zeigte sich erleichtert.

Hintergrund der Lizenzentziehung

Das Gesundheits- und Sozialministerium von Utah entzog der Schule die Lizenz für ihr stationäres Programm. Alle Aktivitäten auf dem Campus müssen bis zum 6. August eingestellt werden. Die Einrichtung wirbt auf ihrer Homepage mit einem „Behandlungsprogramm für Mädchen mit komplexen mentalen und verhaltensbezogenen Herausforderungen“. Laut Ministerium habe sie es jedoch „versäumt, den Betreuten angemessene Gesundheits- und Sicherheitsleistungen bereitzustellen“. Die Schule teilte mit, sie erwäge, gegen die Entscheidung vorzugehen; dafür hat sie 15 Tage Zeit.

Paris Hiltons jahrelanger Kampf

Paris Hilton, 45, hatte die Vorwürfe des Missbrauchs erstmals in ihrer YouTube-Dokumentation „This Is Paris“ im Jahr 2020 erhoben. Sie schilderte körperliche, psychische und sexuelle Gewalt. In den folgenden Jahren führte sie Proteste an, veröffentlichte Beiträge in Zeitungen und sozialen Medien und forderte im Juni 2024 vor dem US-Kongress besseren Schutz für Minderjährige in privaten Internaten. Sie bezeichnete die Branche als „23-Milliarden-Dollar-Industrie“, die Kinder „nur als Dollarzeichen“ betrachte und „ohne sinnvolle Aufsicht“ arbeite.

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Reaktionen und Ausblick

In einer Stellungnahme, aus der das Promimagazin „People“ zitiert, sagte Hilton: „Seit mehr als fünfzig Jahren berichten Kinder von Missbrauch, Vernachlässigung und Traumata. Heute hat der Staat bestätigt, was die Überlebenden die ganze Zeit schon wussten: Die Provo Canyon School hat die ihr anvertrauten Kinder im Stich gelassen.“ Sie nannte den Lizenzentzug eine Erinnerung daran, dass „keine Institution zu mächtig ist, um zur Rechenschaft gezogen zu werden“. Der Entzug der Lizenz steht nicht in direktem Zusammenhang mit Hiltons Fall, doch die Unternehmerin zeigte sich erleichtert: Es sei „die Nachricht, für die ich gekämpft und gebetet habe“.

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