Polizei rettet 9000 Hühner vor Hitzetod auf A2 – 150 Tiere verendet
Polizei rettet 9000 Hühner vor Hitzetod auf A2

Weil tausenden Hühnern der Hitzetod drohte, hat die Polizei in Sachsen-Anhalt einen Tiertransporter aus einem Stau auf der Autobahn 2 geholt. Der mit rund 9000 Hühnern beladene Lastwagen war am Sonntag bei extrem hohen Temperaturen auf dem Weg von den Niederlanden zu einem Schlachthof in Polen. Dabei geriet er wegen hitzebedingter Autobahnschäden in einen Stau, wie der Zentrale Verkehrs- und Autobahndienst der Polizei in Sachsen-Anhalt am Montag mitteilte.

Einsatzkräfte versorgten Tiere mit Wasser und Ventilatoren

Der Fahrer rief daraufhin die Rettungsleitstelle. „Er befürchtete ein Verenden der transportierten Tiere“, hieß es in der Polizeimeldung. Einsatzkräfte der Feuerwehr und Mitarbeiter des zuständigen Veterinäramts versorgten den Tiertransport zunächst auf einer Rastanlage mit Wasser und Ventilatoren. Als das nicht half, begleiteten zwei Funkstreifenwagen der Polizei den Transporter durch den betroffenen Streckenabschnitt bis zur nächsten Abfahrt.

Polizei: Größeres Tiersterben verhindert

„Durch die polizeiliche Begleitung konnte der Tiertransport deutlich schneller aus der Staulage herausgeführt und ein wesentlich größeres Tiersterben verhindert werden“, hieß es seitens der Behörde. Dennoch verendeten rund 150 der etwa 9000 Hühner. Das zuständige Veterinäramt leitete rechtliche Schritte gegen den Verantwortlichen des Tiertransports sowie weitere Beteiligte ein.

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Hitzewelle: Blow-ups auf Autobahn sorgten für Staus

Eine Hitzewelle hatte Deutschland in den vergangenen Tagen im Griff. Am Sonntag wurde dem Deutschen Wetterdienst zufolge den dritten Tag in Folge ein neuer Temperaturhöchstwert gemessen – im brandenburgischen Coschen an der polnischen Grenze waren es 41,7 Grad. Auf der A2 (Berlin-Hannover) mussten Autofahrer nach Hitzeschäden mit erheblichen Behinderungen und Staus rechnen. Aufgrund der Hitze hob sich auf mehreren Autobahnen der Asphalt, was zu Schäden an der Fahrbahn und langen Staus führte. Betroffen war auch die A2. In Sachsen-Anhalt kam es dort am Sonntag stellenweise erneut zu Aufwölbungen, sogenannten Blow-ups. Neun Fahrzeuge wurden nach Polizeiangaben beschädigt, die Autobahn musste in Fahrtrichtung Berlin vollständig gesperrt werden. Auch auf der A14 in Sachsen-Anhalt gab es erhebliche Fahrbahnschäden, auch hier wurde die Autobahn in Richtung Schwerin gesperrt. Mit einer Freigabe beider Strecken wurde für Montagabend gerechnet.

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