Pop gegen Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche
Pop: Kein einfaches Social-Media-Verbot für Kinder

Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Ramona Pop, hat sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. In einem Interview mit der Funke Mediengruppe sagte sie: „Ich bin gegen ein einfaches Social-Media-Verbot.“ Die Bundesregierung und die EU erwägen derzeit, Plattformen wie Instagram und TikTok für Minderjährige zu sperren. Pop hält diesen Ansatz für wenig zielführend.

Mehr Medienkompetenz statt Verbote

Pop betonte, dass Verbote allein nicht ausreichten, um Kinder und Jugendliche zu schützen. „Wir müssen vielmehr in Medienkompetenz investieren und Kinder stark machen, damit sie mit den Risiken umgehen können“, erklärte die Verbraucherschützerin. Sie forderte zudem strengere Regeln für die Plattformen, etwa bei der Datenerhebung und der algorithmischen Empfehlung von Inhalten. „Die Anbieter müssen in die Pflicht genommen werden, sichere Umgebungen zu schaffen“, so Pop.

EU und Bundesregierung planen striktere Regeln

Hintergrund der Debatte ist die geplante EU-Verordnung zur digitalen Sicherheit von Kindern, die unter anderem ein Verbot von Social Media für unter 16-Jährige vorsieht. Auch die Bundesregierung hat angekündigt, die Nutzung von Instagram, TikTok und Co. für Kinder und Jugendliche einzuschränken. Pop kritisierte, dass solche Verbote leicht zu umgehen seien und nicht die eigentlichen Probleme lösten. „Ein Verbot führt oft dazu, dass Kinder in nicht regulierte Bereiche abwandern“, warnte sie.

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Forderung nach altersgerechten Angeboten

Stattdessen plädierte Pop für altersgerechte Angebote und eine bessere Durchsetzung der Altersgrenzen. „Die Plattformen müssen sicherstellen, dass Kinder nur für sie geeignete Inhalte sehen“, forderte sie. Zudem müssten Eltern und Pädagogen unterstützt werden, um Kinder im Umgang mit sozialen Medien zu begleiten. „Medienkompetenz beginnt im Elternhaus und in der Schule“, so Pop abschließend.

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