Am Sonntag versammelten sich in New York Zehntausende Menschen zur jährlichen Pride-Parade, um für die Rechte der LGBTQI+-Gemeinschaft einzutreten. Die Veranstaltung, die auf die Stonewall-Aufstände von 1969 zurückgeht, zog Teilnehmer und Zuschauer aus der ganzen Stadt an.
Historischer Hintergrund der Parade
Die Pride-Parade in New York erinnert an die Ereignisse vom Juni 1969, als sich Homosexuelle im Stonewall Inn erstmals massiv gegen polizeiliche Repressionen zur Wehr setzten. Diese Aufstände gelten als Geburtsstunde der modernen LGBTQI+-Bewegung.
Die Parade am Sonntag war eine der größten in den letzten Jahren. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 50.000 Menschen teil, darunter viele in bunten Kostümen und mit Regenbogenfahnen. Die Route führte vom Midtown Manhattan bis zum Greenwich Village, dem historischen Zentrum der LGBTQI+-Community.
Politische Botschaften und Forderungen
Neben der Feierlichkeit standen auch politische Forderungen im Mittelpunkt. Viele Teilnehmer kritisierten die wachsende Diskriminierung von Transgender-Personen in den USA. „Wir müssen weiter kämpfen, bis alle Menschen gleichberechtigt sind“, sagte eine Sprecherin der Organisatoren.
Die Parade wurde von zahlreichen Prominenten und Politikern begleitet, darunter der New Yorker Bürgermeister, der in einer Rede die Bedeutung der Veranstaltung betonte. „New York steht für Vielfalt und Toleranz“, erklärte er. Die Veranstaltung verlief friedlich, die Polizei meldete keine Zwischenfälle.



