Der Iran hat Berichte über ein für diese Woche geplantes Treffen mit den USA zur Lösung des Konflikts um die Straße von Hormus zurückgewiesen. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna, dass eine Gesprächsrunde erst stattfinden werde, „sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde“. Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen sei für diese Woche nicht geplant. Konsultationen über Vermittler würden jedoch fortgesetzt.
Hintergrund: Eskalation am Wochenende
Am Wochenende war der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit gegenseitigen Angriffen neu aufgeflammt. Erst vor knapp zwei Wochen hatten beide Seiten ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Die Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil dieses Abkommens.
Berichte über Treffen in Doha
Nach Informationen des US-Portals „Axios“ sollten sich beide Seiten eigentlich an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen, um ihren Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge beizulegen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Der Iran dementierte nun die Pläne für diese Woche.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport. Eine Blockade könnte erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Die jüngsten Angriffe zwischen den USA und dem Iran hatten die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Kriegs geschürt.



