Priester Jeffrey Hood: Seelsorger für Todestrakt-Häftlinge in Arkansas
Priester Hood: Seelsorger für Todestrakt-Häftlinge

Priester Jeffrey Hood aus Little Rock, Arkansas, betreut täglich Häftlinge im Todestrakt – darunter Vergewaltiger, Kinder- und Frauenmörder. „Sie haben alle Liebe verdient“, sagt der Geistliche. Jedes Mal, wenn einer seiner Schützlinge hingerichtet wird, fährt er sofort zur Hinrichtungsstätte. Die seelische Belastung ist enorm: Nach einer Exekution braucht der Familienvater Wochen, um sich zu erholen. Dennoch will er bis zum letzten Atemzug bei den Verurteilten sein.

Der Alltag eines Todestrakt-Seelsorgers

Hood telefoniert täglich mit den Insassen, besucht sie regelmäßig im Gefängnis und bereitet sie auf den Tod vor. Viele der Männer, die er begleitet, haben schwere Verbrechen begangen. „Ich frage nicht nach ihrer Schuld“, erklärt er. „Meine Aufgabe ist es, ihnen Gottes Liebe zu zeigen, unabhängig von ihren Taten.“ Die Arbeit fordert ihren Tribut: Hood leidet unter Schlafstörungen und emotionalen Ausnahmezuständen. „Nach einer Hinrichtung bin ich tagelang wie gelähmt“, gesteht er.

Kritik und Unterstützung

Sein Engagement stößt nicht überall auf Verständnis. Opferverbände kritisieren, dass er sich für Mörder einsetze. Hood kontert: „Auch die Täter sind Menschen, die Vergebung verdienen.“ Er erhält jedoch auch viel Zuspruch, insbesondere aus seiner Kirchengemeinde. „Viele Gläubige beten für mich und die Häftlinge“, sagt er. Die katholische Diözese von Little Rock unterstützt seine Arbeit offiziell.

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Die Lage in Arkansas

Arkansas gehört zu den US-Bundesstaaten mit den meisten Hinrichtungen pro Jahr. Allein 2025 wurden sieben Menschen hingerichtet. Hood war bei jeder Exekution anwesend. Er beschreibt die Atmosphäre im Todesraum als „unerträglich gespannt“. Die Hinrichtung selbst, meist durch Giftspritze, sei „ein stiller, grausamer Akt“. Nach der Prozedur bleibt Hood oft noch stundenlang bei der Leiche, bis sie abtransportiert wird.

Warum er nicht aufgibt

Trotz der psychischen Belastung will Hood weitermachen. „Wenn ich aufhöre, wer begleitet dann diese Männer in ihrer letzten Stunde?“, fragt er. Seine Familie unterstützt ihn, obwohl die Arbeit auch sie belastet. Seine Frau sagt: „Es ist sein Ruf. Wir stehen dahinter.“ Hood selbst sieht seine Mission als Akt der Barmherzigkeit: „Jeder Mensch, egal was er getan hat, verdient Würde im Tod.“

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