Zwei Frauen mit Migrationshintergrund berichten über ihre Erfahrungen mit Rassismus in Weißenfels und dem Burgenlandkreis. Bahara N. und Baran S., die für ihr Engagement im Bereich Integration ausgezeichnet wurden, schildern, dass Ablehnung nicht nur von Deutschen, sondern auch von anderen hier lebenden Ausländern ausgeht.
Die Frauen erzählen von alltäglichen Situationen, in denen sie aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Kleidung benachteiligt werden. So sei es schwierig, eine Wohnung oder einen Arzttermin zu bekommen, wenn man ein Kopftuch trägt oder nicht „typisch deutsch“ aussieht. Diese Form des Alltagsrassismus sei in der Region weit verbreitet.
Besonders erschreckend sei für sie die Erkenntnis, dass die Diskriminierung nicht nur von der Mehrheitsgesellschaft ausgeht. Auch Migranten, die bereits länger in Deutschland leben, zeigen gegenüber Neuankömmlingen mitunter ablehnendes Verhalten. Dies mache die Integration zusätzlich schwierig.
Die beiden Frauen engagieren sich seit Jahren in der Flüchtlingshilfe und setzen sich für ein besseres Miteinander ein. Trotz der negativen Erfahrungen betonen sie, dass es auch viele positive Begegnungen gibt und sie weiterhin für Toleranz und Respekt kämpfen wollen.



