Rentenexperte: Gesetzliche Rente ist sicher und besser als ihr Ruf
Entgegen verbreiteter Skepsis gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung zeigt sich der Finanzmathematiker und Altersvorsorge-Experte Werner Siepe zuversichtlich. In einem Interview mit dem SPIEGEL betont Siepe: „Die Rente ist wesentlich besser als ihr Ruf. Es wird nicht dazu kommen, dass es keine Rente mehr gibt. Das einzige Szenario, in dem Rentner komplett leer ausgehen könnten, wäre eine Art Weltuntergang.“ Diese Aussage fällt am Vorabend der Übergabe der Vorschläge der von der Koalition eingesetzten Rentenkommission an die Bundesregierung.
Siepe, Autor mehrerer Ratgeber zur Altersvorsorge, argumentiert, dass die gesetzliche Rente für die meisten Versicherten eine positive Rendite biete. „Jeder bekommt aus der gesetzlichen Rente mehr raus, als er eingezahlt hat“, so der Experte. Diese Botschaft richtet sich insbesondere an diejenigen, die angesichts des demografischen Wandels und der schwächelnden Wirtschaft die Hoffnung auf eine auskömmliche Rente verloren haben.
Britischer Premier Keir Starmer vor dem Rücktritt?
In Großbritannien könnte sich das politische Schicksal von Premierminister Keir Starmer noch am heutigen Montag entscheiden. Mehrere britische Medien berichteten am Wochenende über einen bevorstehenden Rücktritt Starmers. Der angezählte Regierungschef selbst äußerte sich am Sonntag lediglich privat auf X: „Vater zu sein, ist meine größte Freude“, schrieb er zum britischen Vatertag.
Laut SPIEGEL-Korrespondent Christoph Giesen kann sich Starmer kaum noch Hoffnung auf eine stabile Regierungsführung machen. Nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch unter den eigenen Labour-Abgeordneten ist der glücklose Premier äußerst unbeliebt. Giesen skizziert drei mögliche Szenarien: weitere Ministerrücktritte, ein sofortiger Rücktritt Starmers, um eine Kampfabstimmung im Parlament zu vermeiden, oder ein Verbleib im Amt aus Trotz. US-Präsident Donald Trump hatte bereits auf Truth Social erklärt, Starmer werde zurücktreten.
Linken-Chef Pantisano sorgt mit Faschismus-Vergleich für Empörung
Der neue Co-Vorsitzende der Linken, Luigi Pantisano, hat mit einer drastischen Aussage für Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung sagte Pantisano: „Letztlich gibt es gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.“ Damit reagierte er auf die Ankündigung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), drei Sozialgesetze zu ändern: das Unterhaltsvorschussgesetz, das Jugendhilfegesetz und die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Merz hatte dazu erklärt: „Wir können nicht unbegrenzt alles bezahlen.“
Pantisanos Aussage stieß selbst in den eigenen Reihen auf Kritik. Bei seiner Wahl zum Co-Parteichef am Samstag in Potsdam erhielt er nur 53 Prozent der Delegiertenstimmen. Beobachter sehen darin eine Rückkehr der Linken ins politische Abseits, nachdem die Partei nach dem Abgang des Wagenknecht-Flügels als konstruktive Kraft wahrgenommen wurde.
Weitere Nachrichten: Iran-Gespräche, Klinik-Pleiten, antisemitischer Angriff
In der Schweiz haben die USA und Iran nach Angaben von Vermittlern „ermutigende Fortschritte“ bei den Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen erzielt. Zudem wurde ein heißer Draht für die Straße von Hormus eingerichtet. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt, dass jede zweite Klinik pleitegehen könnte, falls das Sparpaket von Gesundheitsministerin Warken in der aktuellen Form umgesetzt wird. In Berlin wurde ein 47-jähriger Mann, der eine Kippa trug, gemeinsam mit seinen zwei Kindern antisemitisch beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Die Polizei geht von einem antisemitischen Hintergrund aus.



