Gloria-Sophie Burkandt (27), Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (59), hat in der ProSieben-Dokumentation „Born Famous“ über ihre schmerzhafte Vergangenheit gesprochen. Die heute erfolgreiche Autorin und Model wurde in der Schule aufgrund ihrer Körpergröße von 1,85 Metern und ihres als zu kräftig empfundenen Körperbaus gemobbt. Unter Tränen berichtete sie: „In der Schulzeit wurde ich geschlagen.“ Aus Angst vor Tritten trug sie sogar Schienbeinschoner unter ihrer Kleidung.
Mobbing führte zu schwerer Magersucht
Die psychischen Wunden gingen weit über blaue Flecken hinaus. Mit 20 Jahren rutschte Gloria-Sophie in die Magersucht. „Von heute auf morgen wollte ich nichts mehr essen“, erklärte sie. Ihr Ziel war es, „super-schlank“ zu sein. Bei einer Größe von 1,85 Metern wog sie zeitweise nur noch 59 Kilogramm. In einem Interview mit BILD im August 2023 sagte sie: „Ich wollte lieber sterben, als mich immer weiter selbst abzulehnen. Ich wurde immer dünner, aß gefühlt nur alle zwei Monate. Hunger war das einzige Gefühl, das ich noch spüren konnte. Ich empfand überhaupt keine Freude mehr.“
Familie und Umfeld nahm sie kaum wahr
Während sie tiefer in die Essstörung glitt, nahm sie die Sorgen ihrer Familie kaum noch wahr. „Wenn du in deiner Magersucht bist, dann siehst du auch alles andere nicht“, so Burkandt. Ihr Gewicht schwankte über Jahre. Mal nahm sie zu, dann wieder stark ab. „Durch die Magersucht hatte ich so schlaffe Haut am Bauch bekommen. Das ging auch mit einer Stunde Sport am Tag nicht weg.“ Im August 2023 ließ sie sich daher den Bauch straffen.
Ex-Freund half ihr aus der Magersucht
Den Weg aus der Magersucht fand Gloria-Sophie Burkandt nicht allein. Ihr damaliger Freund spielte eine entscheidende Rolle. „Der hat dann für mich zum Beispiel gekocht. Und dann hat es so gut geschmeckt, dass ich dann irgendwie doch wieder zu essen angefangen habe.“ Heute blickt sie selbstkritisch auf diese Zeit zurück: „Ich war so dumm in der Zeit, dass ich nichts gegessen habe. Man zerstört seinen Körper.“
Botschaft an Betroffene
Ihre Botschaft an Menschen mit Magersucht lautet: „Wenn man Magersucht hat, dann sollte man wirklich mit seinem Umfeld reden. Auch im Austausch stehen, sagen, was man fühlt, sich öffnen und sich vielleicht auch einen Therapeuten holen.“ Die Dokumentation „Born Famous“ wird donnerstags um 20:15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt und ist auf Joyn abrufbar. Sie zeigt unter anderem Fotos von Burkandt beim Bambi Charity Dinner im Oktober 2021, als sie 22 Jahre alt war und sichtbar unter der Krankheit litt.



