Hochwasser in Nordbayern fordert Todesopfer: Seniorin ertrinkt in der Naab
Hochwasser in Nordbayern fordert Todesopfer: Seniorin ertrinkt in der Naab

Das erste große Hochwasser des neuen Jahres hat am Wochenende in Nordbayern ein Todesopfer gefordert. Eine 75-jährige Zeitungsausträgerin ertrank am Samstag in Kallmünz bei Regensburg in den Fluten der Naab. Die Frau war frühmorgens mit dem Fahrrad unterwegs, als sie auf einem überfluteten Weg stürzte und in den reißenden Strom geriet.

Der Höchststand der Naab erreichte 5,40 Meter, weite Teile des historischen Ortskerns standen unter Wasser. Am Montag hob der Krisenstab den Katastrophenalarm auf, da die Pegel deutlich zurückgingen. Bürgermeister Siegfried Bauer erklärte, dass es noch einige Tage dauern werde, bis das Wasser vollständig abgeflossen sei.

Angespannt blieb die Lage am fränkischen Untermain. In der Nacht zum Dienstag sollte die Scheitelwelle des Mains Miltenberg erreichen, mit einem erwarteten Höchststand von 5,90 Metern. Der neu errichtete Hochwasserschutz soll die Altstadt jedoch schützen. In Würzburg passierte die Hochwasserwelle am Montagmorgen mit einem Pegel von 6,47 Metern, knapp unter der kritischen Marke von 6,50 Metern. Nennenswerte Schäden blieben aus.

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In Kitzingen wurden mit 4,62 Metern die historischen Höchststände knapp verfehlt. Die Alte Mainbrücke musste jedoch bis Mittwochabend gesperrt werden, da mögliche Schäden durch das Hochwasser überprüft werden müssen. In Schweinfurt blieb der Pegel mit knapp 6,70 Metern deutlich unter den befürchteten 7,10 Metern. 60.000 Sandsäcke waren zum Schutz der Orte am Main eingesetzt worden.

Auch an Regen, Wörnitz und Altmühl entspannte sich die Lage. An der Donau zwischen Kelheim und Vilshofen wurde Meldestufe zwei bis drei mit fallender Tendenz verzeichnet, in Passau war Meldestufe eins überschritten. In Bad Kissingen und Coburg laufen die Aufräumarbeiten nach dem schlimmsten Hochwasser seit Jahrzehnten. Umweltminister Werner Schnappauf kündigte ein Konzept für besseren Hochwasserschutz an.

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