Urlaubsplanung: Sind Eltern bei der Urlaubsplanung unfair bevorzugt?
Sind Eltern bei der Urlaubsplanung unfair bevorzugt?

Eltern haben bei der Urlaubsplanung in vielen Unternehmen Vorrang – zu Lasten von kinderlosen Kollegen. Unsere Autorin Agatha Kremplewski hinterfragt diese Praxis und plädiert für mehr Gerechtigkeit.

Die Urlaubsroutine: Eltern zuerst

In deutschen Büros ist es oft üblich: Wer Kinder hat, darf im Sommer zuerst seine Urlaubstage buchen. Die kinderlosen Kollegen müssen sich mit dem Rest begnügen. Agatha Kremplewski erinnert sich an ihre Berufsanfänge in den 20ern: „Wer Kinder hatte, durfte sich im Sommer wochenlang freinehmen – wer keine hatte, musste schauen, was übrig bleibt.“ Diese Praxis empfindet sie als unfair, nicht aus Neid auf den Strandurlaub, sondern aus Prinzip. „Wer Kinder hat, darf irgendwie mehr – den Urlaub freier einteilen, mehr Urlaub am Stück nehmen und bekommt alle Brückentage.“

Die Kehrseite: Ausnutzung der Kinderlosen

Doch die Benachteiligung kinderloser Singles geht über die Urlaubsplanung hinaus. In vielen Teams werden sie aufgrund ihrer vermeintlichen Flexibilität ausgenutzt. „Es stehen Überstunden an? Die Eltern können nicht. Wochenenddienst? Die Kinderlosen übernehmen. Sommerferien, Brückentag oder Weihnachten? Haben die Eltern bereits für sich gebucht“, so Kremplewski. Sie fordert, dass auch Menschen ohne Kinder die Möglichkeit haben sollten, ihren Urlaub flexibel zu gestalten.

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Ein Plädoyer für mehr Fairness

Die Autorin plädiert für eine gerechtere Urlaubsplanung, die nicht automatisch Eltern bevorzugt. Stattdessen sollten alle Mitarbeiter gleiche Chancen auf beliebte Urlaubszeiten haben. „Auch Menschen ohne Kinder sollten Urlaub flexibel gestalten können“, betont sie. Dabei geht es nicht darum, Eltern ihre Ferienzeit zu nehmen, sondern um eine ausgewogenere Verteilung der freien Tage.

Fazit: Ein Umdenken ist nötig

Die Debatte um Urlaubsplanung zeigt, dass traditionelle Hierarchien nach Familienstatus überdacht werden sollten. Flexible Arbeitszeitmodelle und transparente Vergaberegeln könnten helfen, Konflikte zu vermeiden und allen Mitarbeitern gerecht zu werden. Die Kolumne von Agatha Kremplewski regt dazu an, die eigenen Betriebsvereinbarungen zu hinterfragen und für mehr Fairness zu sorgen.

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