Babelsberger Debütfilm „Stepne“: Ukrainischer Alltag zwischen Kriegsnarben und Einsamkeit
„Stepne“: Ukrainischer Alltag zwischen Kriegsnarben und Einsamkeit

Die neue Staffel der Filmreihe „Debüt im rbb“ beginnt am 21. Juli mit einem besonderen Abschlussfilm der Filmuniversität Babelsberg. Gezeigt wird „Stepne“ von Maryna Vroda, die von 2016 bis 2022 in Potsdam studierte. Der Film wurde im August 2023 in Locarno mit dem „Leopard“-Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Zehn Jahre Arbeit an einem Film

Maryna Vroda arbeitete zehn Jahre lang an „Stepne“. Das Drehbuch schrieb sie bereits 2013, die Dreharbeiten fanden vor dem russischen Angriffskrieg in der ländlichen Ukraine statt. Der Film erzählt die Geschichte von Anatoliy (Oleksandr Masksiakov), der aus der Stadt in sein abgelegenes Heimatdorf reist.

Die Handlung zeigt atemberaubende ukrainische Winterlandschaften, verschwindende Dörfer und die zunehmende Entfremdung zwischen den Menschen in der postsowjetischen Gesellschaft. Der Film porträtiert den Alltag in einem Land, das immer mehr zerfällt – eine Thematik, die durch den aktuellen Krieg noch an Brisanz gewonnen hat.

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Ausstrahlung und Mediathek

Der rbb zeigt am 21. Juli um 23.45 Uhr die deutsche Erstausstrahlung von „Stepne“. Anschließend ist der Film in der Mediathek abrufbar. Die Reihe „Debüt im rbb“ präsentiert wöchentlich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch insgesamt fünf Nachwuchsfilme.

Neben „Stepne“ sind folgende Produktionen zu sehen: „Arthur & Diana“ von Sara Summa, „Geister“ von Hans Henschel, „Power of Love“ von Jonas Rothlaender und „Bulldog“ von André Szardenings. Alle Filme stammen von Absolventinnen und Absolventen der Filmuniversität Babelsberg.

Hintergrund: Die Regisseurin Maryna Vroda

Maryna Vroda stammt aus der Ukraine und studierte von 2016 bis 2022 an der Filmuniversität Babelsberg. Ihr Film „Stepne“ entstand als Abschlussarbeit und wurde international gefeiert. Der Preis für die beste Regie in Locarno unterstreicht die hohe Qualität des Werks, das den Alltag in der postsowjetischen Ukraine einfühlsam und eindringlich schildert.

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