Studierendenwerk Berlin fordert Millionen für Sanierung maroder Wohnheime
Studierendenwerk Berlin: Millionen für Wohnheime nötig

Das Studierendenwerk Berlin (SW) schlägt Alarm: Der Erhalt der bezahlbaren Wohnheimplätze für Studierende ist gefährdet, weil die Mieteinnahmen nicht für dringend notwendige Sanierungen ausreichen. Im Wissenschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses forderte SW-Geschäftsführerin Petra Mai-Hartung das Land auf, Millionen Euro für den Bestandserhalt bereitzustellen.

9000 Wohnheimplätze für 180.000 Anspruchsberechtigte

Das Studierendenwerk Berlin bietet derzeit etwas mehr als 9000 Wohneinheiten an. Demgegenüber stehen rund 180.000 Studierende, die Anspruch auf einen Platz hätten. Die Nachfrage ist enorm, insbesondere zu Semesterbeginn, wenn viele Neuberliner eine günstige Bleibe suchen. Die Mieten in den Wohnheimen sind sozial gestaffelt und liegen deutlich unter dem Marktniveau.

Sanierungsstau durch soziale Mieten

„Weil wir soziale Mieten anbieten, können wir nicht sanieren“, erklärte Mai-Hartung. Die Einnahmen deckten lediglich die laufenden Betriebskosten, nicht aber die notwendigen Investitionen in die Instandhaltung und Modernisierung der oft maroden Gebäude. Ohne finanzielle Unterstützung des Landes drohten Schließungen von Wohnheimen. Das Studierendenwerk fordert daher ein Millionenprogramm zur Sicherung des bezahlbaren Wohnraums.

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400 neue Plätze durch anderen Anbieter ab 2026

Immerhin zeichnet sich eine Entlastung ab: Ein anderer Anbieter will bis 2026 rund 400 neue Wohnheimplätze in Berlin schaffen. Diese sollen dann zusätzlich zu den bestehenden Kapazitäten zur Verfügung stehen. Allerdings wird dies den Bedarf nicht decken, da die Zahl der Studierenden in Berlin weiter steigt.

Politischer Druck wächst

Die Forderung des Studierendenwerks kommt zu einer Zeit, in der die Wohnungsnot in Berlin insgesamt zunimmt. Auch die Politik ist gefordert: Der Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses muss nun über die Bereitstellung zusätzlicher Mittel beraten. Ohne eine solche Unterstützung, so Mai-Hartung, sei der soziale Auftrag des Studierendenwerks gefährdet.

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