Die Debatte über ein mögliches Fütterungsverbot für Stadttauben in Potsdam hat eine neue Wendung genommen. Der städtische Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Katastrophenschutz hat sich nach intensiven Beratungen gegen ein generelles Verbot ausgesprochen und stattdessen die Einrichtung von betreuten Taubenschlägen empfohlen.
Hitzige Diskussion im Ausschuss
In der Sitzung des Ausschusses wurde kontrovers diskutiert. Neben den politischen Vertretern meldeten sich auch besorgte Bürger sowie Vertreter der Tierrettung Potsdam zu Wort. Sie argumentierten, dass ein Fütterungsverbot die Tauben nicht nachhaltig reduzieren würde, sondern lediglich zu mehr Leid der Tiere führe. Stattdessen plädierten sie für artgerechte Lösungen wie betreute Taubenschläge, in denen die Eier ausgetauscht werden, um die Population zu kontrollieren.
Ungewöhnliche Allianz: AfD stimmt mit Linken und Grünen
In einer überraschenden Wendung stimmte sogar die AfD-Fraktion gemeinsam mit Linken und Grünen gegen das geplante Fütterungsverbot. Der Antrag der linken und grünen Fraktionen, der die Prüfung von Taubenschlägen vorsieht, fand somit eine breite Mehrheit. Der AfD-Vertreter betonte, dass man sich für eine pragmatische und tierschutzgerechte Lösung einsetze. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich ein Fütterungsverbot erwogen, um die Taubenpopulation einzudämmen und Verschmutzungen zu reduzieren.
Wie geht es weiter?
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der Stadtverordnetenversammlung, die voraussichtlich in den nächsten Wochen über das Thema beraten wird. Tierschützer hoffen, dass die Empfehlung des Ausschusses umgesetzt wird. Die Stadtverwaltung soll nun konkrete Pläne für die Einrichtung von Taubenschlägen vorlegen. Die Diskussion zeigt, dass das Thema Tauben in Potsdam weiterhin für Zündstoff sorgt.



