Van der Vaart bleibt trotz diskriminierender Aussage TV-Experte
Van der Vaart bleibt trotz diskriminierender Aussage TV-Experte

Rafael van der Vaart bleibt trotz seiner diskriminierenden Aussage über japanische Fußballer als TV-Experte im niederländischen Fernsehen tätig. Der Sender NOS bestätigte, dass der 43-jährige ehemalige Oranje-Spieler auch beim kommenden WM-Spiel der Niederlande am Samstag (19.00 Uhr MESZ) in Houston gegen Schweden wieder als Experte in der Sendung „NOS WK avond“ auftreten wird. Ein Sprecher des Senders teilte dies der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit.

Der Vorfall

Van der Vaart hatte beim 2:2 zwischen den Niederlanden und Japan eine Aussage gemacht, die als diskriminierend aufgefasst wurde. Er sagte, die japanischen Spieler würden alle ähnlich aussehen. Damit versuchte er zu erklären, warum die niederländische Abwehr den Japaner Daichi Kamada beim späten Ausgleich aus den Augen verloren hatte. Unmittelbar nach der Aussage betonte van der Vaart, dies sei ein Witz gewesen.

Entschuldigung und Reaktionen

Später entschuldigte sich der frühere HSV-Profi für seine Worte. In einem Statement, über das „The Athletic“ berichtete, erklärte er, dass „keine rassistische oder diskriminierende Absicht“ hinter seinen Aussagen gesteckt habe. Die britische Anti-Diskriminierungs-Organisation „Kick It Out“ zeigte sich jedoch „zutiefst enttäuscht“ und kritisierte, dass ehemalige Spieler rassistische Stereotype verbreiten und diese dann als Witz zu verteidigen versuchen.

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Van der Vaart betonte, er habe „nie jemanden beleidigen, verletzen oder diskriminieren“ wollen. „Ich verstehe, dass einige Leute meine Aussagen verletzend fanden. Das bedauere ich zutiefst. Wenn ich damit Menschen enttäuscht habe, biete ich meine Entschuldigung an“, so der ehemalige Profi.

Konsequenzen für den Sender

Trotz der Kritik hält der Sender NOS an van der Vaart als Experten fest. Der Sender sieht offenbar keinen Grund, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Die Entscheidung stößt in Teilen der Öffentlichkeit auf Unverständnis, während andere die Entschuldigung des Ex-Spielers akzeptieren.

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