Vom Bankkaufmann zum Saunameister: Ein Berufswechsel mit heißen Luftwedeln
Vom Banker zum Saunameister: heiße Luft und ätherische Öle

Früher arbeitete Marius Wellmann als Bankkaufmann, heute ist er Saunameister und wedelt nackten Gästen heiße Luft zu. Ein ungewöhnlicher Karrierewechsel, der ihm sichtlich Freude bereitet. Im Gespräch mit Tim Neumann berichtet Wellmann von seinen Erfahrungen mit ätherischen Ölen, schwachen Kreisläufen und der Herausforderung, die richtige Distanz zu wahren.

Der Weg in die Saunawelt

Wellmann entschied sich bewusst für einen Neuanfang. Nach Jahren im Bankwesen suchte er eine Tätigkeit, die ihm mehr Erfüllung bietet und direkten Kontakt zu Menschen ermöglicht. In der Sauna fand er genau das: eine Umgebung, in der er für das Wohlbefinden der Gäste sorgen kann. „Wirklich jeder, der hier hinkommt, soll sich wohlfühlen“, betont er.

Der Arbeitsalltag eines Saunameisters

Seine Aufgaben umfassen das Vorbereiten der Aufgüsse, das Mischen ätherischer Öle und das Wedeln der heißen Luft. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Temperatur und Intensität müssen perfekt auf die Gäste abgestimmt sein. Wellmann erzählt von einem Gast, der zu ihm sagte: „Sie bewegen sich wie eine Fee zur Musik.“ Solche Komplimente bestätigen ihn in seiner Berufswahl.

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Herausforderungen im Beruf

Nicht immer läuft alles reibungslos. Schwache Kreisläufe bei Gästen erfordern schnelles Handeln und Einfühlungsvermögen. Auch die körperliche Nähe in der Sauna stellt eine besondere Anforderung dar. Wellmann hat gelernt, die Grenzen zu respektieren und gleichzeitig eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. „Man muss ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Menschen entwickeln“, erklärt er.

Die Faszination des Aufgusses

Der Aufguss ist das Herzstück der Saunakultur. Wellmann bereitet jede Sitzung sorgfältig vor, wählt die Öle nach Jahreszeit und Stimmung aus und achtet auf die richtige Dosierung. Mit wedelnden Bewegungen verteilt er die heiße Luft gleichmäßig im Raum. Dabei entsteht eine besondere Dynamik, die viele Gäste als meditativ empfinden.

Warum Wellmann seinen Job liebt

Trotz der Herausforderungen ist Wellmann glücklich mit seiner Entscheidung. Er schätzt die Dankbarkeit der Gäste und die Möglichkeit, ihnen eine Auszeit vom Alltag zu schenken. Sein früheres Leben als Bankkaufmann erscheint ihm heute wie eine ferne Welt. „Ich bereue keinen Tag“, sagt er lächelnd.

Praktische Tipps für Saunagänger

Wellmann rät Neulingen, sich Zeit zu nehmen und auf den eigenen Körper zu hören. Ein Saunabesuch solle entspannen, nicht stressen. Außerdem empfiehlt er, nach dem Aufguss ausreichend zu trinken und Ruhepausen einzulegen. Mit diesen Tipps könne jeder das Beste aus seinem Saunaerlebnis herausholen.

Der Beruf des Saunameisters mag ungewöhnlich sein, doch für Marius Wellmann ist er die perfekte Erfüllung. Seine Geschichte zeigt, dass ein Neuanfang immer möglich ist – auch wenn er mit heißen Luftwedeln und ätherischen Ölen verbunden ist.

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