Laut Statistischem Bundesamt leben Frauen im Schnitt knapp fünf Jahre länger als Männer – obwohl sie von der Medizin oft benachteiligt werden. Natalja Fischer und Dr. Felix Bertram erklären in der aktuellen Folge von "Länger Leben" der Funke Mediengruppe, warum Männer und Frauen unterschiedlich altern.
Hormone als Schlüsselfaktoren
Neben Lebensstilfaktoren und Chromosomen spielen die Hormone Östrogen und Testosteron eine zentrale Rolle. Ein sinkender Östrogenspiegel hat weitreichende Folgen: von erhöhtem Osteoporoserisiko über kardiovaskuläre Risiken bis hin zu Gewichtszunahme. Dr. Felix Bertram verrät, was wirklich hilft und wann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein kann.
Der männliche Alterungsprozess
Auch der männliche Alterungsprozess kommt nicht zu kurz: Ab 30 sinkt der Testosteronspiegel jährlich um etwa ein Prozent – mit Folgen für Muskelmasse, Bauchfett, Energie und Libido. Wer dagegen vorgehen will, findet die wirksamsten Hebel in einem gesunden Gewicht, ausreichend Schlaf und einem weiteren wichtigen Punkt.
Gender Health Gap und Medical Gaslighting
Ein weiteres Thema ist der sogenannte Gender Health Gap: Warum zeigt sich ein Herzinfarkt bei Frauen oft ganz anders als bei Männern – Stichwort Übelkeit, Rückenschmerzen und Müdigkeit statt Brustschmerz? Und was steckt hinter dem Begriff Medical Gaslighting? Dr. Felix Bertram erklärt, warum Frauen in der Medizin bis heute systematisch benachteiligt sind – und was Patientinnen konkret tun können, um ernst genommen zu werden.
Weitere Insights gibt es in den Artikeln: "Blutdruck, Diabetes, Cholesterin: Ärztin warnt Frauen vor Behandlungsfehlern", "Wechseljahre-Selbsttest: Mit einem Nährstoffmangel hatte ich nicht gerechnet", "Bin ich schon in den Wechseljahren? Achten Sie auf diese 8 Anzeichen" und "UN-Expertin: Wenn Frauen krank werden, leidet die ganze Gesellschaft".



