WM in Mexiko: Arme Viertel hinter Sichtschutz versteckt
WM in Mexiko: Arme Viertel hinter Sichtschutz

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht kurz vor ihrer Eröffnung in Mexiko-Stadt. Doch entgegen der Erwartung, dass die fußballbegeisterten Mexikaner das Turnier begeistert begrüßen, brodelt in den drei Ausrichterstädten der Unmut gegen die lokalen Behörden.

Probleme in Mexiko-Stadt und Monterrey

In der Hauptstadt gibt es Streit um Fake-Kronleuchter in einer U-Bahn-Station, Brücken, die erst lila und dann wieder zurückgestrichen wurden, sowie um Fahrradwege, die den Straßenstrich behindern. In Monterrey, einer 1,2-Millionen-Einwohner-Stadt, in der drei Vorrundenspiele und eine Partie der ersten K.o.-Runde ausgetragen werden, sind die Probleme anderer Art.

Sichtschutz für arme Viertel

Die Stadt bereitet sich auf Besucher aus aller Welt vor, die Mannschaften aus Schweden, Tunesien, Japan, Südafrika und Südkorea werden erwartet. Doch die Touristen sollen nur das schöne Monterrey sehen. Ganze Armensiedlungen verschwinden hinter grünen Sichtschutznetzen, Betonwänden, Zäunen und Willkommensbannern in den Sprachen der Mannschaften. Dadurch werden Holz- und Wellblechhütten sowie der heruntergekommene alte Busbahnhof versteckt.

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Empörung der Bewohner

Die Bewohner der vernachlässigten Viertel sind sauer. Solche Maßnahmen sind nicht neu: Bereits 2002 wurde vor einem UN-Gipfel eine Mauer errichtet, die eine arme Siedlung verdecken sollte. Kritiker nannten sie die „Mauer der Armut“. Die Stadtverwaltung streitet die Vorwürfe ab und behauptet, die Veränderungen dienten der Verschönerung oder Infrastrukturarbeiten.

Weitere Probleme in Guadalajara

Auch in Guadalajara gibt es Ärger, der sich um Baustellen, Verkehrsprobleme, Fahrpreiserhöhungen und eine Wasserkrise dreht.

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