Berlin eröffnet zwei neue Frauenhäuser mit 70 Betten für Gewaltopfer
Zwei neue Frauenhäuser in Berlin: 70 Betten für Opfer

Berlin erweitert sein Schutzangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Noch in diesem Sommer werden das zehnte und elfte Frauenhaus der Stadt eröffnet. Damit stehen zusätzlich 27 neue Familienplätze mit insgesamt 70 Betten zur Verfügung. Das gab die Sozialverwaltung bekannt.

Kapazität verdoppelt sich seit 2020

Mit den neuen Einrichtungen verfügt Berlin dann über Platz für 430 Familien, das entspricht 945 Betten für Frauen und Kinder. Seit 2020 hat sich die Zahl der Familienplätze in den Frauenhäusern damit verdoppelt. Die genauen Standorte der Häuser werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht, um die Bewohnerinnen zu schützen und gewalttätige Männer fernzuhalten.

Zusätzlich zu den stationären Angeboten werden neue Beratungsstellen eingerichtet, die auch mobil unterwegs sind. Diese Teams können Frauen vor Ort helfen, insbesondere in den Randbezirken Berlins.

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Hohe Zahl an Gewaltopfern

Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) betonte: „Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen.“ Die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2025 belegen dies: Mehr als 13.000 Opfer von Gewalt in Partnerschaften wurden registriert. Zudem gab es 8.652 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und fast 1.400 Vergewaltigungen. Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele betroffene Frauen keine Anzeige erstatten.

Investitionen in den Gewaltschutz

In diesem Jahr gibt Berlin mehr als 45 Millionen Euro für Gewaltschutz und Unterstützung von Frauen aus. Für 2027 ist eine Steigerung auf 53,5 Millionen Euro geplant, wovon 10 Millionen Euro vom Bund kommen. Der Betrieb eines der neuen Frauenhäuser mit rund 50 Betten kostet jährlich etwa 1,5 Millionen Euro.

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