Akne und Sonnencreme: 5 Tipps von Dermatologin Dr. Yael Adler
Akne & Sonnencreme: 5 Tipps von Dermatologin Dr. Yael Adler

Für Menschen mit Akne ist die Wahl der richtigen Sonnencreme oft eine Herausforderung. Viele Betroffene fürchten, dass fettige Texturen neue Ausbrüche verursachen. Dr. Yael Adler, Fachärztin für Dermatologie und Autorin des Spiegel-Bestsellers „Haut nah“, betont jedoch: „Fettige Aknehaut braucht nicht noch mehr Fett von außen.“ Dennoch sei Verzicht keine Lösung, denn UV-Schutz ist bei Akne unabdingbar – sofern die Strategie stimmt.

Warum Sonnencreme bei Akne problematisch sein kann

Sonnencremes enthalten eine komplexe Mischung aus UV-Filtern, Fetten, Emulgatoren und Filmbildnern. Laut Adler können manche dieser Stoffe die Poren okkludieren – also wie einen Film abdichten. „Das kann zu Mitessern und in der Folge zu Pickeln führen – vor allem bei ohnehin fettiger Haut“, erklärt die Dermatologin. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl der Sonnencreme auf bestimmte Kriterien zu achten.

Die 5 wichtigsten Punkte laut Dr. Yael Adler

1. Leichte, nicht-komedogene Formulierungen wählen: Produkte mit der Kennzeichnung „nicht-komedogen“ (porenverstopfend) sind bevorzugt zu verwenden. Sie enthalten weniger fettige Inhaltsstoffe, die die Poren verstopfen könnten.

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2. Gel- oder Fluid-Texturen bevorzugen: Statt dicker, fettiger Cremes sollten Akne-Patienten zu leichten Gels oder Fluiden greifen. Diese ziehen schneller ein und hinterlassen keinen öligen Film auf der Haut.

3. Mineralische Filter nutzen: Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern wie Zinkoxid oder Titandioxid sind oft besser verträglich. Sie legen sich als physikalische Barriere auf die Haut und dringen nicht so tief ein wie chemische Filter.

4. Fettende Inhaltsstoffe meiden: Bestimmte Öle wie Kokosöl oder Sheabutter können die Poren verstopfen. Auch Silikone sind kritisch zu betrachten. Ein Blick auf die INCI-Liste hilft, problematische Substanzen zu identifizieren.

5. Ernährung und Nahrungsergänzung nicht vergessen: Adler weist darauf hin, dass auch die Ernährung eine Rolle spielt. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und Milchprodukten kann die Haut verbessern. Nahrungsergänzungsmittel wie Zink oder Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Hautgesundheit zusätzlich.

Häufige Fehler vermeiden

Viele Akne-Patienten verzichten ganz auf Sonnenschutz aus Angst vor neuen Pickeln. Das ist jedoch kontraproduktiv, da UV-Strahlung die Haut reizt und Entzündungen verstärken kann. Zudem kann Sonne kurzfristig Pickel austrocknen, langfristig aber die Hautalterung beschleunigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.

Dr. Adler empfiehlt, Sonnencreme täglich aufzutragen, auch im Winter oder bei bewölktem Himmel. Wichtig ist, die Creme gleichmäßig und in ausreichender Menge zu verteilen – etwa einen Teelöffel für das Gesicht. Nachcremen nicht vergessen, besonders nach dem Schwitzen oder Abtrocknen.

Fazit: Mit der richtigen Strategie kein Problem

Akne und Sonnencreme müssen sich nicht ausschließen. Mit den richtigen Produkten und einer angepassten Routine können Betroffene ihre Haut schützen, ohne neue Unreinheiten zu riskieren. „Es gibt heute viele gute Sonnenschutzmittel, die speziell für empfindliche und zu Akne neigende Haut entwickelt wurden“, so Adler. Wer unsicher ist, sollte sich von einem Dermatologen beraten lassen.

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