Die Apotheken in Sachsen-Anhalt haben eindringlich davor gewarnt, die gesundheitlichen Gefahren durch hohe Temperaturen zu unterschätzen. Anlässlich des Hitzeaktionstages am 11. Juni betonte der Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt, Jens-Andreas Münch, dass bei großer Hitze Stoffwechselprozesse und die Regulation der Körpertemperatur erheblich beeinträchtigt werden können.
Besondere Risiken für ältere Menschen
Münch erklärte, dass vor allem ältere Menschen gefährdet seien, da ihr Durstgefühl nachlasse. Dies führe dazu, dass sie häufig zu wenig trinken und schneller dehydrieren. In Hitzephasen könne es zudem notwendig sein, die Dosierung bestimmter Medikamente in Rücksprache mit dem Arzt anzupassen. Dies diene dazu, Flüssigkeitsmangel oder Kreislaufprobleme zu vermeiden, insbesondere bei herzkranken Menschen.
Medikamente richtig lagern
Ein weiterer wichtiger Punkt sei die richtige Lagerung von Arzneimitteln. Die hohen Temperaturen stellten ein Risiko für die Stabilität und Wirksamkeit dar. Münch empfahl: „Medikamente sind im Sommer an einem kühlen und trockenen Ort aufzubewahren – möglichst in der Originalverpackung. Nur Arzneimittel, bei denen dies ausdrücklich vorgeschrieben ist, gehören in den Kühlschrank.“ Die Apotheken stünden bei Fragen zur Hitze und zum Umgang mit Medikamenten jederzeit zur Verfügung.
Allgemeine Verhaltensregeln bei Hitze
Neben der Medikamentenlagerung sollten auch andere Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Dazu gehören ausreichende Flüssigkeitszufuhr, das Vermeiden von direkter Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden und leichte Kleidung. Besonders gefährdete Personen sollten zudem regelmäßig ihren Gesundheitszustand überprüfen lassen.



