Ballspielverbot am Gardasee: Riva del Garda verschärft Strandregeln
Ballspielverbot: Riva del Garda verschärft Strandregeln

Riva del Garda (Italien) – Wer am Strand von Riva del Garda zum Fußball oder Volleyball greifen will, muss jetzt umdenken. Der beliebte Urlaubsort am Nordufer des Gardasees hat Ballspielen an mehreren Strandabschnitten den Riegel vorgeschoben.

Besucher der italienischen Gemeinde sollen dort ungestört entspannen können – ohne von Fußbällen, Volleybällen, Rugby-Pillen oder Beachball-Gummi-Geschossen getroffen zu werden. Deshalb hat der Urlaubsort seine Regeln für die Hochsaison jetzt deutlich verschärft.

Wo und wann die neue Regelung gilt

Betroffen sind die Strände südlich des Radwegs zwischen Punta Lido und Porto San Nicolò. Dort sind vom 24. Juni bis zum 27. September sämtliche Ballspiele komplett verboten. Zuvor galt die Regel nur bei großem Besucherandrang.

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Die alte Verordnung untersagte Ballspiele nur bei großem Andrang am Strand – außerhalb ausgewiesener Bereiche, berichtete die österreichische Tageszeitung DER STANDARD. Das Problem: Niemand konnte eindeutig festlegen, wann ein Strand als „überfüllt“ oder „stark frequentiert“ gilt. Diese Entscheidung lag jeweils bei den Nutzern. Jetzt hat die Gemeinde die unklare Regel durch eine eindeutig festgelegte Verordnung ersetzt. Damit gilt das Ballspielverbot unabhängig davon, ob der Strand voll oder fast leer ist.

Warum Ballsport am Strand verboten wird

Auslöser waren Beschwerden von Badegästen. Sie fühlten sich gestört und wurden nach Angaben der Gemeinde immer wieder von Bällen getroffen. Das sorgte regelmäßig für Streit zwischen Urlaubern. Die Kommune begründet das Verbot außerdem mit ihrer Pflicht, die Sicherheit aller Badegäste und Strandbesucher zu gewährleisten. Besonders in den Sommermonaten seien die Strände stark besucht – auch von älteren und gefährdeten Personen sowie von Familien und Kindern. Ganz auf Fußball oder Volleyball verzichten müssen Urlauber aber nicht. Die Gemeinde verweist auf andere Flächen sowie auf Sport- und Grünanlagen.

Mit den strengeren Regeln steht Riva del Garda in Italien nicht allein da. Seit dem 29. Juni 2026 ist es in Varenna verboten, mit freiem Oberkörper oder in Badekleidung, etwa einer Badehose, durch den Ort zu laufen. Verstöße können mit einem Bußgeld zwischen 50 und 200 Euro geahndet werden. Auch in Apulien sorgen Strandregeln für Diskussionen. Dort wollen einige Betreiber privater Strandbäder mitgebrachtes Essen am liebsten verbieten. Sie sprechen von „Gelagen“, die dem Image schadeten und Müll verursachten.

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