Übergewicht in Deutschland: 53,4 Prozent der Erwachsenen betroffen
Übergewicht in Deutschland: 53,4 Prozent betroffen

Berlin – Die Waage zeigt für viele Deutsche keine erfreulichen Werte: Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass mehr als jeder zweite Erwachsene in Deutschland zu viele Kilos mit sich herumträgt. Laut dem Mikrozensus 2025 sind 53,4 Prozent der Erwachsenen übergewichtig. Grundlage ist der Body-Mass-Index (BMI), der das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße misst.

Definition und Schweregrade

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Erwachsene ab einem BMI von 25 als übergewichtig ein. Von den Erwachsenen in Deutschland gelten 17,9 Prozent sogar als adipös, das heißt ihr BMI liegt bei mindestens 30. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während 62,6 Prozent der Männer einen BMI über 25 aufweisen, sind es bei den Frauen nur 43,8 Prozent. Als adipös gelten 19,9 Prozent der Männer und 15,8 Prozent der Frauen.

Regionale Unterschiede

Im Vergleich der Bundesländer schneidet Bayern etwas besser ab als der Bundesdurchschnitt. Dort waren laut Mikrozensus 51 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder adipös. Rheinland-Pfalz veröffentlichte ebenfalls seine Zahlen: Hier gelten 54 Prozent der Erwachsenen als übergewichtig, was über dem Bundesdurchschnitt von 53,4 Prozent liegt. Eine vollständige Übersicht aller Bundesländer liegt bislang nicht vor.

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Entwicklung des Durchschnittsgewichts

Das Durchschnittsgewicht der Erwachsenen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Wog ein Erwachsener in Deutschland im Jahr 2017 durchschnittlich noch 77 Kilogramm, waren es 2021 bereits 77,7 Kilogramm. Im Jahr 2025 lag das Durchschnittsgewicht bei 78,3 Kilogramm. Männer bringen durchschnittlich 86,5 Kilogramm auf die Waage, Frauen 69,7 Kilogramm. Die Körpergröße blieb hingegen nahezu unverändert: Der Durchschnittsdeutsche misst weiterhin 1,73 Meter, Männer sind im Schnitt 1,79 Meter groß, Frauen 1,66 Meter.

Altersgruppen im Vergleich

Auffällig sind auch die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren sind mit durchschnittlich 72,5 Kilogramm am leichtesten. Das höchste Durchschnittsgewicht erreichen die 50- bis 59-Jährigen mit 81,3 Kilogramm. Gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Körpergröße mit dem Alter ab: Während die Jüngsten im Schnitt 1,75 Meter groß sind, kommen Menschen ab 75 Jahren nur noch auf durchschnittlich 1,68 Meter.

Die Zahlen verdeutlichen, dass Übergewicht in Deutschland ein weit verbreitetes Problem ist, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Bewegungsmangel über ungesunde Ernährung bis hin zu genetischen Faktoren. Experten fordern daher verstärkte Präventionsmaßnahmen und Aufklärungskampagnen, um dem Trend entgegenzuwirken.

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