Studie warnt vor den Gefahren des langen Sitzens
Am Ende eines Tages – oder zwischendurch mal – die Füße hochzulegen, entspannt. Man sollte es jedoch nicht übertreiben, warnen Forschende, und geben einen konkreten Rat, wie man risikoärmer abhängt. Eine neue Untersuchung zeigt, dass stundenlanges bewegungsloses Sitzen das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöhen kann. Die gute Nachricht: Bereits kurze Bewegungspausen zwischendurch können die Gefahr deutlich reduzieren.
Alle 30 Minuten aufstehen senkt das Risiko
Die Forscher empfehlen, spätestens nach 30 Minuten ununterbrochenem Sitzen aufzustehen und sich für ein bis zwei Minuten zu bewegen. Das kann ein kurzer Gang zur Küche, ein paar Dehnübungen oder einfach nur das Stehen sein. „Jede Unterbrechung der Sitzzeit ist besser als keine“, erklärt Studienleiter Dr. Markus Müller vom Deutschen Krebsforschungszentrum. „Schon kleine Bewegungseinheiten summieren sich und haben einen messbaren Effekt auf die Gesundheit.“
Krebsrisiko durch Bewegungsmangel steigt um bis zu 30 Prozent
Laut der Studie steigt das Risiko für Darmkrebs, Gebärmutterkrebs und Lungenkrebs bei Menschen, die täglich mehr als acht Stunden sitzen, um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu denen, die weniger als vier Stunden sitzen. Besonders betroffen sind Personen, die zusätzlich zu langem Sitzen auch wenig körperliche Aktivität in ihrer Freizeit haben. Die Wissenschaftler betonen, dass regelmäßige Bewegung im Alltag – wie Spazierengehen oder Treppensteigen – das Risiko senken kann, selbst wenn man beruflich viel sitzt.
Praktische Tipps für den Alltag
Um das Krebsrisiko zu minimieren, empfehlen die Experten, Bewegung in den Alltag zu integrieren: Telefonate im Stehen führen, den Drucker weiter weg stellen oder regelmäßig aufstehen, um Wasser zu holen. Auch ein höhenverstellbarer Schreibtisch kann helfen, zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln. Die Hauptbotschaft der Forscher lautet: Jede Bewegung zählt. Wer sich regelmäßig bewegt, senkt nicht nur das Krebsrisiko, sondern verbessert auch die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden.



