Bremsenbisse: Was hilft gegen die Plagegeister des Sommers?
Bremsenbisse: Was hilft gegen die Plagegeister?

Bremsen sind die Plagegeister des Sommers. Sie lauern an Badeseen, im Wald und auf Wiesen. Die Weibchen benötigen mindestens eine Blut-Mahlzeit, um ihre Eier zu entwickeln. Dabei reißen sie die Haut ihrer Opfer auf und hinterlassen offene Wunden, die stark jucken und schmerzen können. Insektenexpertin Johanna Schott gibt im Interview Tipps, was gegen Bremsenbisse hilft und wie man sich am besten schützt.

Warum Bremsenstiche so schmerzhaft sind

Anders als Mücken beißen Bremsen nicht mit einem feinen Saugrüssel, sondern sie haben Mundwerkzeuge, die wie kleine Messer die Haut aufschneiden. Dadurch entsteht eine kleine Blutung, die die Bremse aufnimmt. Der Stich ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu starken Schwellungen und Entzündungen führen. Die Wunde sollte daher sofort gekühlt und desinfiziert werden.

Erste Hilfe bei Bremsenbissen

Bei einem Bremsenstich empfiehlt Schott, die Einstichstelle sofort mit kaltem Wasser zu kühlen und einen desinfizierenden Alkohol oder eine antiseptische Salbe aufzutragen. „Kühlen lindert den Schmerz und die Schwellung“, so die Expertin. Bei starken Reaktionen können auch antiallergische Cremes oder Tabletten helfen. Wichtig ist, die Wunde sauber zu halten, um eine Infektion zu vermeiden.

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So schützen Sie sich vor Bremsen

Um Bremsenstiche zu vermeiden, rät Schott zu langen, hellen Kleidungsstücken, da Bremsen von dunklen Farben angezogen werden. Auch Insektenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin können helfen. Besonders in der Nähe von Gewässern und in Waldgebieten sollte man die Mittel auftragen. „Bremsen sind vor allem in den heißen Sommermonaten aktiv, zwischen Juni und August“, erklärt Schott. Meiden sollte man auch stehende Gewässer, wo Bremsen ihre Eier ablegen.

Was tun bei allergischen Reaktionen?

In seltenen Fällen kann ein Bremsenstich eine allergische Reaktion auslösen. Symptome wie Atemnot, Schwindel oder ein geschwollenes Gesicht sind Warnsignale, die sofort ärztlich behandelt werden müssen. Schott betont: „Bei einer bekannten Insektengiftallergie sollte man immer ein Notfallset dabei haben.“ Ansonsten heilen Bremsenstiche in der Regel nach einigen Tagen ab, wenn sie richtig versorgt werden.

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